Polyneuropathie -Ameisen in Armen und Beinen

 

Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, die mit Muskelschwäche und Gefühlsstörungen einhergeht. Zum peripheren Nervensystem zählen zum Beispiel Nerven, die den Muskeln ihre Befehle geben, oder Nerven in der Haut, die für das Empfinden von Berührungen, Temperatur, Druck und Vibration verantwortlich sind.
Das Rückenmark und das Gehirn als zentrales Nervensystem sind bei einer Polyneuropathie nicht betroffen.

Als Hauptursachen der Polyneuropathie gelten Diabetes mellitus und Alkoholismus. Jedoch gibt es noch weitere Ursachen, die sich vom Krankheitsbild und auch von der Behandlungsmethode der Polyneuropathie durch Diabetes unterscheiden. So können polyneuropathische Sensibilitätsstörungen z. B. auch durch Tumorerkrankungen bzw. deren Behandlung in Form einer Chemo- oder Strahlentherapie an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten.

 

 

Häufig beginnt die Erkrankung mit unangenehmen Missempfindungen, wie Ameisenlaufen in Händen und Beinen. Bei fortgeschrittener Erkrankung, weisen vor allem die Körperregionen, an denen man Handschuhe oder Socken tragen würde, folgende unangenehme Symptome auf:

 

Polyneuropathie

 

  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühl
  • Brennende Schmerzen
  • Hitze- oder Kältegefühl
  • Schwellungsgefühl
  • Druck- und Zuschnürungsgefühl

 

 

 

Je früher eine Behandlung erfolgt desto besser, denn andauernde Symptome können dazu führen, dass die Beschwerden chronisch oder schwerer zu behandeln werden. Neben der  Therapie durch verschiedene Medikamente, sollten auch nichtmedikamentöse Therapien, wie physikalische Therapie, Ergotherapie, Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen und sozialmedizinische Betreuung nicht außer Acht gelassen werden. Enorm wichtig ist auch eine detaillierte Aufklärung und die aktive Mitarbeit des Patienten.

 

Hilfreiche Tipps

Zur Unterstützung der oben aufgeführten Behandlungsmöglichkeiten, erhalten Sie hier  einige hilfreiche Tipps, um Vorkehrungen für Ihren Alltag zu treffen und selbst positiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken:

  • Wenn Sie Druck oder Schmerzen nicht mehr richtig fühlen können besteht die Gefahr von Verletzungen und Infektionen, z.B. durch Schnittverletzungen,  Verbrennungen oder Druckstellen. Lassen Sie Ihre Maniküre und Pediküre von einer  Fachkraft durchführen oder tragen Sie bei der Zubereitung von Speisen Schutzhandschuhe um Schnittverletzungen zu vermeiden.

  • Setzen Sie sich im Alltag so vielen unterschiedlichen Reizen wie möglich aus, damit die Wahrnehmungsverarbeitung bestmöglich angeregt werden kann. Achten Sie bei Spaziergängen bewusst auf Naturmaterialien, fahren Sie über Baumrinden, nehmen Sie einen Stein oder Gras und bewegen diese in der Hand. Gehen Sie barfuß auf Wegen, aber achten Sie darauf, dass Sie sehen können, wo Sie hintreten – hohes Gras birgt Verletzungsgefahr und ist nicht für Diabetiker geeignet! Auch Massagen mit Igelball und verschiedenen Bürsten sind für das Training gut geeignet.

Therapiezirkel

Therapiezirkel – „Barfussweg“ in der Klinik

  • Körperliche Aktivität hält die Muskulatur stark. Durch regelmäßige Aktivitäten können Sie Verkrampfungen vermeiden und somit Schmerzen verringern. Achten Sie jedoch auch auf regelmäßige Ruhezeiten. Lockern Sie die Muskulatur mit Wärme oder durch das Entlangstreichen der beanspruchten Region mit den Händen.

  • Wenn Sie sehr auf Kältereize reagieren, sollten Sie auf die betroffenen Körperstellen wie Hände, Füße, Nasenspitze und Ohren achten und so gut es geht vor Kälte schützen. Ziehen Sie warme Socken, Schuhe und Handschuhe an und benutzen Sie eine Mütze oder ein Stirnband. Vermeiden Sie auch das Essen oder Trinken von kalten Speisen und Getränken.

  • Bei unsicherem Gang ist es empfehlenswert feste Sohlen oder Socken mit Anti-Rutsch-Beschichtung zu tragen oder auf Hilfsmittel zum Gehen zurückzugreifen. Damit auch Ihre eigenen vier Wände nicht zum Risiko werden, sollten Sie eventuelle Stolperfallen ausfindig machen und ggf. entfernen. Hier zu nennen sind v. a. Teppiche, Badvorleger, Dusch- und Badewannenmatten oder Saugknöpfe und nasse Oberflächen.

  • Wenn Sie Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben, achten Sie genau auf die Höhe der Stufen. Dies liegt an den Wahrnehmungsstörungen und schränkt die Tiefensensibilität ein, das heißt Sie spüren nicht ohne Hinschauen, wo sich Ihr Fuß oder Bein im Raum gerade befindet. Geben Sie beim Treppensteigen immer einen eindeutigen Druck auf die Sprunggelenke, damit dieser Reiz auch wirklich im Gehirn ankommt.

  • Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen ermöglicht Ihnen den Austausch mit anderen Patienten, die an ähnlichen Symptomen leiden.

 

Reise zum Wunschhaar

Während einer Chemotherapie werden chemische, mineralische oder pflanzliche Stoffe zur Behandlung von Krebserkrankungen verwendet. Diese wirken esonders auf Zellen, die eine hohe Teilungsaktivität besitzen. Neben den Tumorzellen können durch die sogenannten Zytostatika leider auch Schleimhäute, Knochenmark oder Haarzellen betroffen sein, die ebenfalls diese Eigenschaften besitzen.

 

 

Der HaarausfaReise zum Wunschhaarll ist eine der häufigsten vorübergehenden Nebenwirkungen einer Chemotherapie und beginnt meist 2-4 Wochen nach der ersten Behandlung. Nach der letzten Behandlung beginnen die Haare nach ca. 6 bis 8 Wochen wieder zu wachsen.

Auch wenn der Verlust der Haare kein Dauerzustand bleibt, ist dieser vor allem für Frauen aber auch für Männer eine entscheidende und belastende Veränderung.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich bereits bereits vor einer geplanten Chemotherapie eine Perücke vom behandelnden Arzt verordnen zu lassen. Unter dieser Voraussetzung übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für den Haarersatz oder zahlen zumindest eine Zuschuss. Zur Klärung, bis zu welchem Betrag die Kosten übernommen werden, sollte direkt Kontakt zur jeweiligen Krankenkasse aufgenommen werden. Bei privaten Krankenversicherungen ist dies vom individuell gewählten Beitragstarif abhängig28520

 

 

Der beste Zeitpunkt…

…zur Auswahl einer Perücke ist vor Beginn der Behandlung, da die Struktur, Farbe und der Schnitt der eigenen Haare noch bestehen und das neue Wunschhaar so optimal angepasst werden kann. Warten Sie mit der Entfernung der Haare, bis diese tatsächlich ausfallen um der Frustration und Unzufriedenheit möglichst lange entgegen zu wirken.

Neben Echthaar-Perücken gibt es mittlerweile auch sehr gute Kunsthaar-Perücken, die in punkto Tragekomfort und Aussehen nicht mehr vom Original zu unterscheiden, jedoch preislich deutlich günstiger zu haben sind.

Damit die Perücke natürlich wirkt, sollte diese unbedingt bei einem Zweithaar-Spezialisten probiert, angepasst ggf. nachgefärbt und entsprechend frisiert werden.

Fachgeschäfte finden Sie in der Suchmaschine des Bundesverbands der Zweithaar-Spezialisten e.V. unter folgendem Link:  http://www.bvz-info.de/Endverbraucher/

Tuch

Immer beliebtere und wesentlich günstigere Alternativen sind hingegen Tücher, Schals, Mützen oder Turbane. Diese sind für viele Patientinnen angenehmer auf der Kopfhaut zu tragen und sehr pflegeleicht. Aufgrund der großen Vielfalt an Mustern und Farben sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Hinsichtlich des Materials eignen sich Baumwolltücher am besten, da diese eine höhere Rutschfestigkeit haben als z.B. Seidentücher.

Egal ob Perücke oder eine Kopfbedeckung aus Stoff, für eine gewisse Zeit wird vermutlich eine der beiden Ihr stiller Begleiter sein, der Ihnen wieder Selbstvertrauen, ein Stück Lebensfreude und Kraft schenkt und dadurch möglicherweise auch die Therapie erleichtert.

 

 

 

Endometriose – Gutartige Wucherung

Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus

Die Endometriose ist ein chronisch fortschreitendes gynäkologisches Krankheitsbild ausgehend von der Gebärmutterschleimhaut und stellt gleichzeitig die zweit häufigste gutartige Erkrankung der Frau dar.

Sie bezeichnet das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus.

Man geht heute davon aus, dass etwa 10 – 15% aller Frauen in Deutschland zwischen 15 und 45 Jahren von dieser Erkrankung betroffen sind. Symptome der Endometriose sind Schmerzen während der Menstruation, beim Geschlechtsverkehr sowie allgemeine chronische Unterbauchschmerzen, die teils auch Regel-unabhängig sind.

Darüber hinaus kommt es in etwa 20% der Fälle auch noch zu schmerzhaftem Wasserlassen oder entsprechenden Beschwerden beim Stuhlgang.

 

Viele betrofEndometriosefene Frauen fühlen sich in ihrer körperlich-psychischen und sozialen Lebensqualität erheblich beeinflusst. Wichtig ist hervorzuheben, dass zwischen den auftretenden Beschwerden und dem Schweregrad der Endometriose kein gesicherter Zusammenhang besteht.

Leider kommt es wegen der teilweise auch nicht eindeutigen oder fehlgedeuteten Krankheitssymptomen zu einer Verzögerung von
6 – 9 Jahren bis eine gesicherte Diagnose zweifelsfrei anlässlich einer Bauchspiegelung gestellt wird.

 

 

Trotz mehr als hundertjähriger umfangreicher Forschung ist die Ursache der Endometriose auch heute noch unbekannt. Von großer Wichtigkeit ist aber, dass frühe Erkrankungsformen leichter zu therapieren sind, die Rezidivrate niedriger bzw. die rezidivfreien Intervalle länger.

Neben speziellen hormonellen Therapien werden heute in erster Linie die Endometrioseherde operativ minimal invasiv entfernt. Im Rahmen einer ganzheitlichen Anschlussbehandlung ist dann auf spezielle Ernährungsformen und auch naturheilkundliche Therapien im Zusammenwirken mit balneologischen Anwendungen speziell zu fokussieren.

Die Rehabilitationsbehandlung verfolgt neben der Wiederherstellung eines positiven Körpergefühls mit Freude an der Bewegung folgende Ziele:

  • Schmerzreduktion
  • Information und Schulung
  • Unterstützung bei Kinderwunsch
  • Lösen von Verkrampfungen und Verspannungen
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit
  • Entwicklung von Kompensationsstrategien

 

Im Rahmen von naturheilkundlichen Behandlungsmaßnahmen während der Rehabilitation von EndometriosePatientinnen wird seit längerem erfolgreich die Misteltherapie eingesetzt. Diese bewirkt als Injektionstherapie eine Wachstumshemmung der Endometrioseherde, eine Regulierung der körpereigenen Abwehr und letztendlich auch eine Schmerzreduktion.

Weiterhin kann auch der Einsatz bewährter Heilpflanzen aus der Frauenheilkunde, wie auch die Anwendung homöopathischer Medikamente bei der Schmerztherapie äußerst hilfreich sein. Grundsätzlich entscheidet hier die individuelle Situation der jeweiligen Patientin über die Verwendung alternativer Heilmethoden.

Stoma – alle Ebenen des Menschseins sind betroffen

Der Mensch, der aus seiner ganz persönlichen Lebenssituation heraus zum Stomaträger wird erlebt enormen Stress.

Alle Ebenen des Menschseins sind betroffen

Für jeden Stomaträger ist die Situation individuell anders, jedoch  gibt es Veränderungen, die von großer Bedeutung sind und sich für alle in gleicher Weise darstellen:

 

 

  • Allgemeine SchwächeStoma
  • Ernährungs-/ Flüssigkeitsdefizite
  • Unsicherheit im Umgang mit dem Stoma und der Versorgung
  • Einschränkungen im Alltag
  • Stoma-/ Hautkomplikationen
  • Psychische Labilität

 

 

 

Diese Beeinträchtigungen sollte jeder Stomaträger ernst nehmen und sich professionell unterstützen lassen. Nach der Anlage eines Stoma ist eine erfolgreiche Rehabilitation eine entscheidende Station auf dem Weg zurück in ein aktives, selbständiges Leben.

 

Um die Normalität in Ihrem Alltag zurückzugewinnen und eine schnelle Verbesserung der Lebensqualität zu erzielen können folgende Tipps hilfreich sein:

 

  • Durch detaillierte Anleitung eines Stomatherapeuten, können Sie die Selbständigkeit fördern und mehr Sicherheit und Routine bei der Versorgung Ihres Stoma erlangen.
  • Holen Sie sich umfangreichen Informationen zum Umgang mit dem Stoma im Alltag. Eine Rückkehr in den Alltag ist, dank moderner und zuverlässiger Produkte, einfacher als Gedacht. Sogar sportliche Aktivitäten sind mit relativ geringen Einschränkungen möglich.
  • Umfassende Beratung bei der Auswahl von Stomahilfsmitteln ist unerlässlich. Hier ist zu beachten, dass das Material den Bedürfnissen des Trägers angepasst und gleichzeitig der Schutz der Haut gewährleistet wird.
  • Erkundigen Sie sich über Therapieansätze bei ausgebildeten Stomafachkräften.
  • Durch eine individuelle Ernährungsberatung können Sie direkt nach der Operation schneller den Kostaufbau fördern um so stoma-spezifische Komplikationen zu vermindern. Soweit Ihr Stomatherapeut oder Ernährungsberater keine Einschränkungen bei Ihrer Ernährung empfiehlt, brauchen Sie sich im Hinblick auf Ihre vorherigen Essgewohnheiten nicht einschränken. Alles was Sie vor der Operation gut vertragen haben, werden Sie in der Regel auch danach weiterhin essen können.
  • Während der Therapie oder als Krankheitsfolge, kann es neben körperlichen auch zu psychischen Beschwerden kommen, die sehr belastend sein können. In einem solchen Fall sollten Sie psychologische Hilfe annehmen.

 

 

Die Müdigkeit nicht siegen lassen – Fatigue

Fatigue ist ein ursprünglich französisches Wort, das mit Müdigkeit oder Erschöpfung übersetzt wird, aber auch Anstrengung oder Strapaze bedeutet.

Im wissenschaftlichen Wortschatz wird damit eine besonders ausgeprägte oder lang anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung bezeichnet, die das normale Ausmaß überschreitet.

 

 

Müdigkeit

 

  • „Ich habe das Gefühl, ständig übermüdet zu sein, und den Wunsch, endlich einmal auszuschlafen.“
  • „Trotz des ausreichenden Schlafs bin ich am Tag ganz kraftlos.“
  • „Der Gang zum Supermarkt um die Ecke erscheint mir wie die Besteigung eines Zweitausenders.“
  • „Alle sagen, ich soll mich nicht so anstellen.“

Krebsbedingte Fatigue ist mehr als bloße Müdigkeit

Es ist das Zusammenkommen von:

  • körperlicher Leistungseinschränkung,
  • emotionaler Niedergeschlagenheit und
  • geistiger Erschöpfung
  • steht in keinem Zusammenhang zu vorausgegangenen Aktivitäten
  • kann durch Schlaf nicht behoben werden
  • subjektives Gefühl unterschiedlicher Ausprägung:
    es reicht von „leichter Erschöpfung“ bis zu  „schwerer Beeinträchtigung“

 

Was kann man gegen  krebsbedingte Erschöpfung tun?

Die Therapie ist nicht einfach, weil die Symptome multifaktoriell bedingt sind und oft nicht klar ersichtlich ist,

welche Ursache ausschlaggebend ist.

 

Die goldene Regel ist:

  • beeinflussbare Faktoren erkennen, therapieren oder lindern,
  • Geduld und Mitgefühl für sich selbst aufbringen und
  • bei der Familie, Freunden, Kollegen für Verständnis werben, über Fatigue aufklären

 

Kräfte einteilen – mit Zeit und Energie richtig haushalten

  • Führen Sie ein Energietagebuch  und gestalten Sie Ihren Tagesablauf bewusst è Energiesparend leben
  • Mit den eigenen Kräften haushalten:
    • Belastungsanforderungen über den Tag gut verteilen
    • Aufgaben in einzelne Schritte unterteilen
    • Wenn nötig kurze Pause einlegen
    • Bündeln Sie, was Sie auf einem Weg oder in einem Zeitblock zusammen oder hintereinander erledigen können
  • Erstellen Sie eine Prioritätenliste für Aufgaben und reservieren Sie die vorhandene Energie für die wichtigen Dinge
  • Delegieren Sie nicht so Wichtiges oder verzichten Sie ganz darauf –
    Unterscheidung zwischen „Pflicht“ und „Kür“
  • Sagen Sie öfters „Nein“ – immer wieder „abgrenzen“

 

 

Wenn möglich:

  • Vorhandene Energie sorgfältig einteilen
  • Energieverbrauch langsam steigern è Energiekonto auffüllen
  • gleichmäßige Verteilung der Aktivitäten über den Tag hinweg
  • nicht zu viel vornehmen
  • sich realistische Ziele setzen
  • regelmäßige Pausen gleich mit einplanen
  • kräfteschonendes Planen der Aktivitäten
  • Planen der Tätigkeiten nach der individuellen Leistungskurve

 

Wie gewinnen Sie neue Kräfte?

Sexualmedizinische Beratung

Störungen der Sexualität können sich vielgestaltig präsentieren. Sie stellen insbesondere auch im Rahmen der rehabilitativen Medizin  einen wichtigen Ansatzpunkt für Beratung und /oder Therapie dar.

 

Sexualmedizin
Sexualmedizin beschäftigt sich mit der Sexualität des Menschen und ihren Störungen. Die Sexualmedizin macht sich die Erkenntnisse der Verhaltensforschung und Entwicklungspsychologie zu eigen, wonach Säugetiere und v. a. der Mensch auf Bindung programmierte Beziehungswesen sind, deren Überlebenschancen von der Erfüllung ihrer existenziellen Grundbedürfnisse nach Akzeptanz und Zugehörigkeit abhängen (Bayer und Loewit 2004).

 

 

 

Diagnose Krebs

Durch die Konfrontation mit der Diagnose Krebs erfährt das Leben eine Erschütterung, plötzlich und völlig unerwartet.  Nichts ist mehr wie vorher.  Betroffen sind alle Aspekte des Lebens. Die Sexualität, die vorübergehend meist vollkommen in den Hintergrund tritt, obwohl  die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bestehen bleibt.
Sowohl die Krebserkrankung selbst als auch die notwendigen Behandlungen und deren Nebenwirkungen können sich negativ auf das Sexualleben auswirken. Dabei spielen die  körperlichen Beeinträchtigungen ebenso eine Rolle wie die psychischen Belastungen.
Obwohl Sexualität einen wichtigen Teil des Lebens darstellt und ein erfülltes Sexualleben laut WHO-Definition auch zur Gesundheit gehört, haben die meisten Betroffenen Hemmungen, über Probleme im Sexualleben zu sprechen.

 

Auch bei Endometriose – Patientinnen spielen  Probleme mit der Sexualität eine große Rolle. Jahrelange Leidensgeschichten sind bei erst spät gestellter Diagnose keine Seltenheit. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können zu partnerschaftlichen Konflikten führen, die aufgrund der „Sprachlosigkeit“ in einem  Teufelskreis enden können.

In der Klinik Prof. Schedel bieten wir den PatientInnen  sowohl mit onkologischen Krankheiten  als auch Patientinnen mit Endometriose und anderen gutartigen gynäkologischen Erkrankungen eine sexualmedizinische Beratung an und bahnen bei Bedarf  auch eine sexualmedizinische Therapie an. Da eine sexualmedizinische Betreuung den Paaraspekt und nicht nur die Einzelperson im Blick haben soll,  bieten wir auch die Möglichkeit, schon zu Beginn die Partner einzubeziehen.

 

 

Ernährungszustand beeinflusst Therapieverträglichkeit

Ernährungszustand beeinflusst Therapieverträglichkeit und Lebensqualität

Während einer Chemo- oder Strahlentherapie kreisen viele Gedanken durch den Kopf. Wie schlägt die Therapie an und wie komme ich mit den Nebenwirkungen zurecht? Die Therapien gegen Krebs können sehr aggressiv sein, schließlich müssen sie die Krebszellen vernichten. Um die Therapie möglichst gut zu überstehen, ist der Ernährungszustand enorm wichtig.  Er beeinflusst die Therapieverträglichkeit, sowie die Lebensqualität.

Da die Ernährung oft durch dGesunde Ernährung während der Therapieie Nebenwirkungen beeinträchtigt wird, sollte man sich schon vor Therapiebeginn mit möglichen Nebenwirkungen auseinandersetzen, um mit zielgerichteten Ernährungsmaßnahmen einen guten Ernährungszustand aufrechtzuerhalten und die Nebenwirkungen der Therapie möglichst gering zu halten.

Appetitlosigkeit,  Kau- und Schluckbeschwerden, Geschmacksveränderung, Übelkeit sind einige Symptome die unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten können. Oft sind enorme Gewichts- und Kräfteverluste die Folge.

Mangelernährung erkennen und reagieren

Der Ernährungszustand muss regelmäßig bestimmt werden, um mit Hilfe der  Ernährungsberatung eine unterstützende Ernährungstherapie  umzusetzen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Nährstoffdefizite auszugleichen. Die Diättherapie sollte für jeden Patienten individuell auf seine Bedürfnisse und Wünsche, Zustand und Therapieform abgestimmt werden. Natürlich müssen Besonderheiten wie Gastrektomie, Kolo- bzw. Ileostoma, sowie individuelle Unverträglichkeiten beachtet werden.

 

Wie kann ich meinen Ernährungszustand während der Therapie aufrechterhalten?

Ziel: Möglichst kleine Portionen sollen reichlich Energie und Nährstoffe liefern

  • Hochkalorische Haupt- bzw. Zwischenmahlzeiten
  • Bei Bedarf hochkalorische, eiweißreiche Trinknahrungen

 

Tipps bei Nebenwirkungen  durch Chemo –
unterschiedlich bei Schluckbeschwerden, Geschmacksstörungen, Übelkeit

 

  • Lakritze regt bei Mundtrockenheit die Speicheldrüsen am besten an.
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum keine Säuren, Eis als Dessert oder zwischendurch
  • Keine stark riechenden Lebensmittel bei Ekel vor Essen
    B. kein Parmesan, nichts Gebratenes
  • Schön anrichten
  • Kleinere Portionen aber mehrmals
  • Als Zwischenmahlzeit Nüsse – sind kalorienreich und eiweißhaltig. Nicht geeignet bei Magen-Darmerkrankungen
  • Nicht zu kalt und nicht zu heiß essen
  • Flüssige oder pürierte Kost bevorzugen
  • Kohlensäurehaltige Getränke  vermeiden; besser sind stille Wasser oder Tee

 

Küchenchef mit musikalischer Leidenschaft

Küchenchef Alexander Fesl

Mein Name ist Alexander Fesl und ich leite die Abteilung Küche und Service in der Klinik Prof. Schedel.

 

Alexander Fesl

Küchenchef Alexander Fesl
44 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
Seit 2011 in der Klinik Prof. Schedel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hobbys: Kochen und Musik

 

Zu meinen Aufgaben zählen:    Die Zeit vor der Klinik Prof. Schedel:
Mitarbeiterführung in Abteilung KÜS    Ausbildung als Koch in der Heilig-Geist-Stifts-Schenke in Passau
das gesamte Bestellwesen wie Einkauf
und Kalkulation
   Ausbildereigung HWK Passau
Menüpläne erstellen und optimieren    Diätkoch IHK Passau
Dienstpläne und Urlaubspläne erstellen    Seminare für Küchen- und Servicebereich
Lehrküche    Gemüse und Obstschnitzen bei Weltmeister Xiang Wang
Vorträge wie Begrüßung und Ernährung    Feldkoch Bundeswehr in Ulm
HACCP Richtlinien täglich umsetzen
Kontrolle Warenanlieferung
Lagerlogistik
Teambesprechung
Personal schulen
Ausbildung der Azubi in Küche

 

Meine Stationen als Koch nach der Ausbildung

  • 6 Sterne Hotel Eis in der Schweiz
  • Apparthotel Gottinger
  • Hotel 4 Jahreszeiten
  • 3 Sterne plus Rosenberger Kette
  • Bundeswehr in der Offiziersküche

 

Das Highlight in der Klinik Prof. Schedel war bisher

  • Der Umbau der neuen Küche
    Mit großem Aufwand wurde unsere Küche 2013 völlig renoviert und mit den modernsten Geräten ausgestattet. Die Umbauphase war eine Herausforderung für das Service- und Küchenteam.
Küche Klinik Prof. Schedel

Küche mit modernsten Geräten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Und alle 4 Wochen das Galabuffet, immer wieder

 

Tipps für Bewerber

Bei Bewerbern achte ich auf die Bewerbungsunterlagen.
Diese sollen der Identität entsprechen.
Es ist mir sehr wichtig der Augenkontakt im Gespräch.

Küchenchef in Action

Küchenchef in Action

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Stellenangebote der Klinik

Achtung Klappe: Professioneller Dreh

in der Klinik Prof. Schedel

Kurzweiliger Imagefilm zeigt Reha authentisch und lebensecht

 

TeleRegional Passau

Foto: Klinik Prof. Schedel/ML Lehrküche

Achtung Klappe – schallte es für einige Tage durch die Klinik Prof Schedel. War doch die renommierte Rehaklinik kurzerhand ein Filmset.

Und dafür bedurfte es weder spezielle Kulissenbauten noch Schauspieler – denn der Film zeigt einen Reha-Aufenthalt absolut authentisch und lebensecht. So stellten sich auch einige Patienten bereitwillig als Darsteller zur Verfügung und spielten mit großer Freude mit. Auch das gesamte Mitarbeiterteam war mit Empathie und Spaß bei der Sache. Wie im wirklichen Alltag eben auch.

 

Gezeigt werden Szenen eines typischen Reha-Aufenthaltes – so beispielsweise die individuelle Besprechung mit dem Ärzte- und Therapeutenteam, die persönliche Therapie-Planung oder die gezielten therapeutische Maßnahmen. In Szene gesetzt werden auch die ruhige Lage des Klinikareals inmitten von Natur pur und einige Ideen für Entspannungs- und Ausflugsmöglichkeiten. Allen voran die weitflächige Parkanlage mit dem spirituellen Weg und seinen Skulpturen.

 

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Foto: Klinik Prof. Schedel /ML Lehrküche

Auch kommt die Kulinarik nicht zu kurz – ausgezeichnet als eine der besten Küchen einer Rehaklinik des Landes gibt es in der Klinik Prof. Schedel natürlich auch individuelle Ernährungsberatung und abgestimmte Kochkurse in der Lehrküche. Auf dass es mit der Ernährung nach der Reha zu Hause gut klappen möge.

 

 

 

 

Der Film soll Patienten auf die Reha einstimmen und ihnen auch mögliche Befürchtungen und Ängste nehmen. Durchgeführt wurden die Dreharbeiten von einem professionell-sympathischen Team von TRP1 Fernsehen – TeleRegional Passau.

 

Der Film kann in Kürze auf der Klinik-Website  bestaunt werden. Sie dürfen gespannt sein…

Kontinenztraining mit Softwareunterstützung?

 Wofür und wie kann ich die „Schedelsche“ Beckenboden-App nutzen?

Nach einer Prostata. Blasenbehandlung ist ein Therapieerfolg nicht immer sofort zu erreichen. Oft muss man Monate lang verschiedenen Therapiemaßnahmen ergreifen und der Erfolg ist mit zyklischen Aufenthalten in einer Rehabilitationsklinik verbunden.

Da der zeitliche und räumliche Kontakt mit Therapeuten und Rehbilitation mit dem Aufenthalt in der Klinik begrenzt ist, besteht die Möglichkeit im Anschluss an die Rehabilitation eine App als „Trainer für Zuhause“ zu nutzen.  Es ermöglicht auch nach dem Klinikaufenthalt eine Anleitung zu einem effektiven Beckenbodentraining zu erhalten.

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In den Gruppen- und Einzelsitzungen der Rehabilitation wird der Patient an die motorischen Übungen zur Stärkung des Beckenbodens herangeführt. Üben allerdings sollte er alleine.

Mit der Beckenboden-Trainings-App kann der Patient durch audiovisuelle Aufbereitung ausgewählter Übungen während aber auch nach der Reha bei seinen Übungsdurchführungen vom Wissen der Experten profitieren.

Ausgewählte Übungen und weiterführende Informationen sind als Hypervideos zusammengefügt und stehen als Wissenspool so dem Anwender über das Internet zum Abruf bereit.

Ist die App nur für Prostata- und Blasenerkrankungen?

Nein.  Für jeden oder jede  Gesunde ist Beckenbodentraing unabdingbar als Präventionsmaßnahme.
Einzige Voraussetzung: Gast in der Klinik Prof. Schedel.

 

Welches Beckenbodentraining würden Sie bevorzugen?

Bekcenbodentrainig mit einem kompetenten Trainer, nach Einweisung in der Reha:  selbständig zu Hause  oder mit einer  APP?