BGM – Burn out Prophylaxe

BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement – ein Gewinn für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Burn out Prophylaxe

Gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter sind das Ziel eines jeden Arbeitgebers. Durch stetig steigende berufliche und private Anforderungen nimmt der Druck auf jeden einzelnen immer mehr zu und kann oft auch in der Freizeit nicht mehr ausreichend kompensiert werden. Beobachtungen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sich eine Investition im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber lohnt.

Wenn alles zu viel wird

Die Vorteile für Arbeitnehmer sind:

  • Positive Entwicklung des eigenen Gesundheitszustandes
  • Reduktion gesundheitlicher Beschwerden und Risiken
  • Möglichkeit zur Mitgestaltung eines gesunden Arbeitsplatzes und Betriebsklimas
  • Erhöhung der Leistungsfähigkeit und des allgemeinen Wohlbefindens
  • Verbesserung der Arbeitsabläufe und dadurch geringere Arbeitsbelastung

Auch für den Arbeitgeber wirken sich Maßnahmen im Bereich BGM günstig aus:

  • Weniger Fehlzeiten und Fluktuation
  • Steigerung des Engagements und der Motivation der Mitarbeiter
  • Verbesserung des Images und der Mitarbeiteridentifikation
  • Höhere Produktivität und Qualität
  • Senkung der Kosten durch Krankheits-, Produktionsausfälle und geringere Versicherungsausgaben

Mitarbeiter und Unternehmen können langfristig nur erfolgreich und leistungsfähig sein, wenn Gesundheitsförderungsmaßnahmen angeboten und auch entsprechend von den Mitarbeitern genutzt werden.

Die meisten Menschen verbringen einen Großteil Ihrer Lebenszeit am Arbeitsplatz – insbesondere deshalb liegt es nahe, die Kraftreserven nicht nur in der Freizeit neu aufzutanken, sondern bereits im Job das Arbeitsumfeld so anzupassen, dass ein gleichbleibend guter Gesundheitszustand gewährleistet ist.

Umso aktiver sollten sich Arbeitnehmer auch an den Angeboten und Aktionen beteiligen und einbringen. Je ausgeglichener sich der Arbeitsalltag gestalten lässt, desto entspannter können Arbeitnehmer auch Ihren Feierabend antreten und vor allem genießen.
Als Einstieg in ein betriebliches Gesundheitsmanagement können unter anderem, folgende Maßnahmen angeboten und beliebig erweitert werden:

 

BGM - Innere Balance finden

  • Fitness- und Ernährungskurse
  • Vorträge und Hilfestellung bei der Raucherentwöhnung
  • Autogenes Training und Entspannungskurse
  • Flexible Arbeitszeitmodelle

 

 

 

 

 

Regelmäßiges Fitnesstraining im Rahmen des BGM stärkt nachweislich die Gesundheit. Allein durch eine Kräftigung der schwachen Rückenmuskulatur und regelmäßiges kurzes Haltungstraining können große Erfolge erzielt und dadurch z.B. Fehlzeiten wegen Rückenschmerzen reduziert werden. Auch das Betriebsklima und der Zusammenhalt zwischen den Mitarbeitern profitiert von gemeinsamen Unternehmungen, da die Möglichkeit besteht sich außerhalb des Arbeitsalltages auf einer anderen Ebene zu begegnen.
Vorträge zum Thema Burn-Out oder Stress begünstigen den Verlauf und die Dauer des Genesungsprozesses, da Betroffene Ihre Probleme wiedererkennen und der behandelnde Arzt bereits zu einem Zeitpunkt, zu dem noch gute Heilungschancen bestehen, eine entsprechende Diagnose stellen kann.

Fazit:

Betriebliches Gesundheitsmanagement bietet eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Letztere beeinflussen mit der Einführung von BGM-Maßnahmen Ihre Prozesse, Unternehmensziele, Image und Wettbewerbsposition nachhaltig positiv und profitieren von gesunden, motivierten und engagierten Mitarbeitern.
Mittel- bis langfristig führt dies für Unternehmen zu erheblichen Einsparungen und bringt Arbeitnehmern eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und optimale Arbeitsbedingungen.

Heilung durch Vorbeugung

Das Thema Prävention rückt seit Mitte des 20. Jahrhunderts immer mehr in den Mittelpunkt der Gesundheits- und Sozialpolitik.

 

Das Wort stammt aus dem lateinischen „praevenire“ , bedeutet so viel wie „zuvorkommen“ und bezeichnet Maßnahmen zur Abwendung unerwünschter Zustände oder Ereignisse.

Heilung durch Vorbeugung

Im Bereich der Krebsprävention versteht man zum Beispiel Maßnahmen oder Verhaltensregeln, die die Entstehung von Krebserkrankung verhindern oder zumindest die Wahrscheinlichkeit für eine solche herabsetzen.

Hierbei wird zwischen verschiedenen Präventionsstufen unterschieden.

 

Primärprävention:

Zur Primärprävention zählen alle Verhaltensweisen zur Verhütung der Krebsentstehung, die auch die Aufklärung und Information über Risikofaktoren mit einbeziehen. Hauptsächlich geht es in der Primärprävention jedoch um das möglichst frühzeitige Praktizieren eines gesunden Lebensstils.

Ein gesunder Lebensstil zeichnet sich vor allem wie folgt aus:

  1. Rauchen Sie nicht
    Mit einem Zug nehmen Sie 4.000 Schadstoffe und ca. 50 krebsfördernde Substanzen sowie weitere als toxisch eingestufte Substanzen zu sich. Bei Rauchern besteht eine erhöhte Krebsgefahr für Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf,Lunge, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse,Niere, Harnblase und Brust.
    Je mehr Zigaretten ein Raucher täglich konsumiert, je früher er mit dem Rauchen begonnen hat und je länger er raucht, umso mehr erhöht sich das Risiko einer Krebserkrankung.Wer aufhört zu rauchen, kann die gesundheitsgefährdende Entwicklung zumindest teilweise rückgängig machen. So kann zum Beispiel ein 75 Jahre alter Raucher sein 16%iges Lungenkrebsrisiko bei einem Rauchstopp mit 60 Jahren auf  bis zu 10% senken.
  2. Vermeiden Sie Übergewicht
    Ein hoher Body-Mass-Index erhöht das Risiko für Krebserkrankungen der Verdauungsorgane sowie Prostata, Brust, Gebärmutter und Eierstöcke. Fettleibigkeit und Übergewicht können für 14 % aller Krebstodesfälle bei Männern verantwortlich gemacht werden.Formel zur Berechnung:      Gewicht in kg geteilt durch Größe in m zum Quadrat
  3. Tägliche Bewegung
    Zahlreiche Studien belegen den positiven Effekt von Bewegung bei der Risiko-Minimierung, an Krebs zu erkranken. Die WHO empfiehlt mindestens 30 Minuten gemäßigte körperliche Aktivität an 5 Tagen in der Woche oder mindestens 20 Minuten intensive körperliche Aktivität an 3 Tagen in der Woche. Leider erreicht nur jeder Fünfte die Mindestzeit.
  4. Gesunde Ernährung
    Essen Sie jeden Tag Obst und Gemüse und lieber Vollkorn- als Weißmehlprodukte. Begrenzen Sie die Zufuhr von Fleischprodukten und rotem Fleisch. Achten Sie auf ein normales Gewicht und ausreichende Bewegung.
  5. Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol
    Wer zu viel Alkohol trinkt, schadet seiner Gesundheit nachhaltig. Bei übermäßigem Alkoholkonsum besteht ein erhöhtes Risiko für Krebsarten im Mund- und Rachenraum, des Kehlkopfes und der Speiseröhre sowie der weiblichen Brust.

    Aber w
    ie viel ist zu viel?
    Männer: maximal 1/2l Bier oder 1/4l Wein (etwa 20  g  Alkohol)Frauen:  maximal 1/4l Bier oder 1/8l Wein (etwa 10  g) Alkohol)
  6. Übermäßige Sonneneinstrahlung meiden
    Ultraviolette (UV-)Strahlung ist eindeutig krebserzeugend. Sonnencremes reduzieren bei richtiger und ausreichender Anwendung nicht nur das Risiko eines Sonnenbrandes, sondern können auch das Hautkrebsrisiko senken.Während die kurzwellige UV-B-Strahlung den sogenannten „Sonnenbrand“ verursacht, dringt die langwellige UV-A-Strahlung tief in die Haut ein. Sie zerstört Gewebe und löst eine vorzeitige Hautalterung aus.Beide Strahlungsarten tragen zur Entstehung von Hautkrebs bei.Der  Lichtschutzfaktor LSF von Sonnencremes bezieht sich nur auf den durch UV-B verursachten entsprechenden Grad an Sonnenbrand, aber nicht auf die gesundheitlichen Auswirkungen durch UV-A-Strahlung, deshalb sollte besonders auf das „UV-A-Siegel“ geachtet werden.

Sekundärprävention:

Die Sekundärprävention soll das Fortschreiten einer Krankheit durch Frühdiagnostik und -behandlung verhindern. Dazu zählen neben der Krankheitsfrüherkennung auch Screening Untersuchungen.

Durch rechtzeitige Behandlung soll die Krankheit möglichst zur Ausheilung oder zum Stillstand gebracht werden, denn je früher diese erkannt wird, umso höher stehen die Heilungschancen.

 

Tertiärprävention:

Die Tertiärprävention konzentriert sich nach einem Krankheitsereignis auf die Wiederherstellung der Gesundheit. Krankheitsfolgen sollen gemildert und ein Rückfall oder eine Verschlimmerung bei bereits entstandenen Krankheiten vermieden werden. Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussheilbehandlungen oder Rezidivprophylaxen stehen hierbei an erster Stelle.

Die Onkologische Rehabilitation setzt sich als Ziel, das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden zu verbessern und zu stabilisieren. Durch Ausgleich oder Beseitigung von Funktionsdefiziten die durch die Erkrankung entstanden sind bildet die Rehabilitation eine Brücke zwischen der Primärbehandlung und der nachfolgenden Betreuung.

 

Grundsätzlich gilt:  Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise und kümmern Sie sich aktiv um Ihre Gesundheit. Je früher Sie damit beginnen, desto besser.

 

Wenn die Angst überhand nimmt

Was ist Angst?

Die Angst ist ein Gefühl, das jeder Mensch in sich trägt. Sie hilft uns Gefahrensituationen zu erkennen und zu bewältigen. Jedoch kann bei einigen Menschen das Gefühl der Angst überhand nehmen und löst eine sogenannte Angststörung aus.

Neben einer genetischen Veranlagung können jedoch auch andere Faktoren, wie z.B. der Tod einer nahestehenden Person, der Verlust des eigenen Jobs oder die Diagnose einer schwerwiegenden Krankheit, Auslöser für die Angststörung sein.

Vor allem Krebspatienten und Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen sind immer wieder tiefgreifenden Ängsten ausgesetzt, mit denen sie sich gezielt auseinandersetzen müssen.

Die Angst wirkt sich bei den Betroffenen unterschiedlich aus. So können die Symptome von Schlafstörungen, innerer Unruhe, Herzrasen, Übelkeit, Muskelverspannungen bis hin zum Rückzug aus dem sozialen Umfeld oder Panikattacken reichen.

 

Angst

Wenn die Angst überhand nimmt

 

013Wenn die Angst unangemessen stark oder anhaltend ist, ohne ausreichenden Grund auftritt und nicht mehr kontrolliert oder ausgehalten werden kann, wird Sie zur Krankheit und schränkt das gesamte Leben enorm ein.

Zur konkreten Therapie von Angststörungen gibt es eine Fülle verschiedener Behandlungsverfahren in erster Linie aus dem Bereich der Psychotherapie, wie z.B.:

  • Aufklärung (durch Psychotherapeuten oder in Selbsthilfegruppen)
  • Psychotherapeutische Maßnahmen
  • Soziotherapeutische Korrekturen
  • Unterstützungshilfen (Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Beruf usw.)

Zudem kann eine gezielte medikamentöse Therapie weitere positive Ergebnisse erzielen.

Tipps und Strategien zur Angstbewältigung

Als kleine Hilfestellung haben wir nachfolgend einige Tipps und Strategien zur Selbsthilfe und Bewältigung Ihrer Ängste zusammengestellt. Nichts desto trotz empfehlen wir bei einer ausgeprägten Angststörung eine professionelle psychologische Betreuung.

  • Akzeptieren Sie die Angst, denn es ist wichtig, die Angst nicht blind bekämpfen und beseitigen zu wollen
  • Über Ihre Ängste zu reden ermöglicht Ihnen nicht nur eine Milderung, sondern schafft auch ein Vertrauensverhältnis und eine große Nähe zu demjenigen, der mit Ihnen die Ängste teil
  • Suchen Sie die Nähe von Familie und Freunden und sagen sie, was Sie sich wünschen
  • Durch bewusste Suche nach Ablenkung und Abstand gewinnen Sie gleichzeitig Abstand zu der Erkrankung. Wenden Sie sich den schönen Dingen des Lebens zu und genießen Sie diese um wieder Lebensfreude zu spüren.
  • Sportliche Tätigkeit entspannt den Körper. Wer entspannt ist, empfindet keine Angst.
  • Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jakobson, TaiChi, Meditation, Yoga, etc. sind ideale Trainingsmethoden zur Entspannung.
  • Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen ermöglicht Ihnen , im Kreise von Betroffenen die Auseinandersetzung mit der Krankheit
  • Psychologische Unterstützung z.B. in Einzelgesprächen, (Paar-)Gesprächen mit Angehörigen, Gruppengesprächen kann ebenfalls zur Krankheitsbewältigung beitragen.

 

Viele Wege ein Ziel

Die Psychoonkologie geht davon aus, dass möglichst viele und flexible Strategien zur günstigen Bewältigung einer Krebserkrankung führen. Das Ergebnis wäre ein hohes seelisches Wohlbefinden, die Teilnahme oder Wiedereingliederung in das berufliche und soziale Leben, Stabilität der familiären und partnerschaftlichen Beziehungen sowie ein aktives selbstverantwortliches Gesundheitsverhalten.

Moderne Hightech Klinikküche

Moderne Hightech-Küche für Genuss, Qualität und Nachhaltigkeit

 

Auf dem neuesten Stand

Mit dem knapp 6 Monate andauernden Umbau der bereits etwas in die Jahre gekommenen Küche der Klinik Prof. Schedel GmbH wurde im Jahr 2013 mit einem Investiotionsvolumen von 1,2 Millionen Euro ein 300 Quadratmeter großer Hightech Arbeitsplatz geschaffen, der Maßstäbe setzte.
Der Umbau und das funktionelle und klar strukturierte Postensystem machten diese Klinikküche zu einer der modernsten Deutschlands, die vor allem bei der Umsetzung der hygienischen Anforderungen und Richtlinien herausragend ist.

Hierzu liefern die konsequente Mülltrennung inklusive Nasskühlung, welche auch bei der erfolgreichen Re-Zertifierung durch CertIQ im Juli 2016 besonders hervorgehoben wurde, sowie das vollautomatische Überwachungs-, Protokoll- und Dokumentationsystem der Koch-, Kühl- und Gefrierprozesse einen enormen Beitrag.

Durch eine konsequenten Trennung von reinen und unreinen Bereichen sowie keimfrei abgedichteten Fugen und pflegeleichten Decken und Wänden kann es die Klinikküche fast mit einem Operationssaal aufnehmen.

Moderne Hightech Klinikküche

 

Hygienisch einwandfrei

Heutzutage versteht es sich von selbst, dass die Lebensmittel, die wir verzehren, unbedenklich sind. Um dies zu erreichen, muss vorbeugend ein HACCP-Konzept angewendet werden, dessen korrekter Einsatz gewährleistet, dass vorgegebenen Richtlinien erfüllt und tadellose Produkte bereitgestellt werden.
Ziel ist es, Mikroorganismen, die Lebensmittelvergiftungen verursachen können, vollständig auszuschalten. Dies gelingt z.B. durch den Einsatz von Eiern im Tetra-Pack, welche hygienisch einwandfrei sind und ganz ohne Zusatzstoffe auskommen.
Bei der Verwendung von frischen Eiern besteht oft die Gefahr von Salmonellen, was bei der Nutzung von Vollei, welches durch lange Haltbarkeit und den wieder verschließbaren Deckel zusätzliche Vorteile bietet, ausgeschlossen werden kann. Unter anderem könne Kuchen, Aufläufe und Hackfleischprodukte mit diesem Allround-Produkt hergestellt werden.

Frische und Genuss stehen an erster Stelle

Bei der Zubereitung der täglich zwischen 350-450 warmen Mahlzeiten stehen Frische und Genuss immer an erster Stelle. Nichts desto trotz wird auch großer Wert auf Effizienz und hygienisch einwandfreie Abläufe gelegt. Durch modernste Geräte können all diese Anforderungen umgesetzt werden.
Ein Beispiel ist die Gemüse-Schneidemaschine, mit der das täglich frisch angelieferte Gemüse zerkleinert wird. Durch verschiedene Schneide-Einsätze mit geradem Schnitt, Wellenform und diversen andere Varianten, die individuell eingesetzt werden können, resultieren immer gleichbleibende und optisch ansprechende Ergebnisse.

Der professionelle Heißluft-Konvektomat ist mit seinem Gär- und Backprogramm prädestiniert zur Herstellung von Brot und Gebäck. Das Küchenteam produziert nach Bedarf täglich frisches Vollkornbrot, bei dem sogar der traditionelle Sauerteig selbst genährt wird.

 

Gedünsteter Fisch mit Reis und Gemüse

Ein Beitrag für Ihre Gesundheit

Frische und gesunde Küche gehört zu den Kernkompetenzen einer Klinik. Sie trägt nahezu in gleicher Weise zum Wohlbefinden bei, wie die medizinische Versorgung, kann Kräfte mobilisieren und einen Beitrag zur schnelleren Genesung leisten.

 

Polyneuropathie -Ameisen in Armen und Beinen

 

Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, die mit Muskelschwäche und Gefühlsstörungen einhergeht. Zum peripheren Nervensystem zählen zum Beispiel Nerven, die den Muskeln ihre Befehle geben, oder Nerven in der Haut, die für das Empfinden von Berührungen, Temperatur, Druck und Vibration verantwortlich sind.
Das Rückenmark und das Gehirn als zentrales Nervensystem sind bei einer Polyneuropathie nicht betroffen.

Als Hauptursachen der Polyneuropathie gelten Diabetes mellitus und Alkoholismus. Jedoch gibt es noch weitere Ursachen, die sich vom Krankheitsbild und auch von der Behandlungsmethode der Polyneuropathie durch Diabetes unterscheiden. So können polyneuropathische Sensibilitätsstörungen z. B. auch durch Tumorerkrankungen bzw. deren Behandlung in Form einer Chemo- oder Strahlentherapie an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten.

 

 

Häufig beginnt die Erkrankung mit unangenehmen Missempfindungen, wie Ameisenlaufen in Händen und Beinen. Bei fortgeschrittener Erkrankung, weisen vor allem die Körperregionen, an denen man Handschuhe oder Socken tragen würde, folgende unangenehme Symptome auf:

 

Polyneuropathie

 

  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühl
  • Brennende Schmerzen
  • Hitze- oder Kältegefühl
  • Schwellungsgefühl
  • Druck- und Zuschnürungsgefühl

 

 

 

Je früher eine Behandlung erfolgt desto besser, denn andauernde Symptome können dazu führen, dass die Beschwerden chronisch oder schwerer zu behandeln werden. Neben der  Therapie durch verschiedene Medikamente, sollten auch nichtmedikamentöse Therapien, wie physikalische Therapie, Ergotherapie, Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen und sozialmedizinische Betreuung nicht außer Acht gelassen werden. Enorm wichtig ist auch eine detaillierte Aufklärung und die aktive Mitarbeit des Patienten.

 

Hilfreiche Tipps

Zur Unterstützung der oben aufgeführten Behandlungsmöglichkeiten, erhalten Sie hier  einige hilfreiche Tipps, um Vorkehrungen für Ihren Alltag zu treffen und selbst positiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken:

  • Wenn Sie Druck oder Schmerzen nicht mehr richtig fühlen können besteht die Gefahr von Verletzungen und Infektionen, z.B. durch Schnittverletzungen,  Verbrennungen oder Druckstellen. Lassen Sie Ihre Maniküre und Pediküre von einer  Fachkraft durchführen oder tragen Sie bei der Zubereitung von Speisen Schutzhandschuhe um Schnittverletzungen zu vermeiden.

  • Setzen Sie sich im Alltag so vielen unterschiedlichen Reizen wie möglich aus, damit die Wahrnehmungsverarbeitung bestmöglich angeregt werden kann. Achten Sie bei Spaziergängen bewusst auf Naturmaterialien, fahren Sie über Baumrinden, nehmen Sie einen Stein oder Gras und bewegen diese in der Hand. Gehen Sie barfuß auf Wegen, aber achten Sie darauf, dass Sie sehen können, wo Sie hintreten – hohes Gras birgt Verletzungsgefahr und ist nicht für Diabetiker geeignet! Auch Massagen mit Igelball und verschiedenen Bürsten sind für das Training gut geeignet.

Therapiezirkel

Therapiezirkel – „Barfussweg“ in der Klinik

  • Körperliche Aktivität hält die Muskulatur stark. Durch regelmäßige Aktivitäten können Sie Verkrampfungen vermeiden und somit Schmerzen verringern. Achten Sie jedoch auch auf regelmäßige Ruhezeiten. Lockern Sie die Muskulatur mit Wärme oder durch das Entlangstreichen der beanspruchten Region mit den Händen.

  • Wenn Sie sehr auf Kältereize reagieren, sollten Sie auf die betroffenen Körperstellen wie Hände, Füße, Nasenspitze und Ohren achten und so gut es geht vor Kälte schützen. Ziehen Sie warme Socken, Schuhe und Handschuhe an und benutzen Sie eine Mütze oder ein Stirnband. Vermeiden Sie auch das Essen oder Trinken von kalten Speisen und Getränken.

  • Bei unsicherem Gang ist es empfehlenswert feste Sohlen oder Socken mit Anti-Rutsch-Beschichtung zu tragen oder auf Hilfsmittel zum Gehen zurückzugreifen. Damit auch Ihre eigenen vier Wände nicht zum Risiko werden, sollten Sie eventuelle Stolperfallen ausfindig machen und ggf. entfernen. Hier zu nennen sind v. a. Teppiche, Badvorleger, Dusch- und Badewannenmatten oder Saugknöpfe und nasse Oberflächen.

  • Wenn Sie Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben, achten Sie genau auf die Höhe der Stufen. Dies liegt an den Wahrnehmungsstörungen und schränkt die Tiefensensibilität ein, das heißt Sie spüren nicht ohne Hinschauen, wo sich Ihr Fuß oder Bein im Raum gerade befindet. Geben Sie beim Treppensteigen immer einen eindeutigen Druck auf die Sprunggelenke, damit dieser Reiz auch wirklich im Gehirn ankommt.

  • Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen ermöglicht Ihnen den Austausch mit anderen Patienten, die an ähnlichen Symptomen leiden.

 

Reise zum Wunschhaar

Während einer Chemotherapie werden chemische, mineralische oder pflanzliche Stoffe zur Behandlung von Krebserkrankungen verwendet. Diese wirken esonders auf Zellen, die eine hohe Teilungsaktivität besitzen. Neben den Tumorzellen können durch die sogenannten Zytostatika leider auch Schleimhäute, Knochenmark oder Haarzellen betroffen sein, die ebenfalls diese Eigenschaften besitzen.

 

 

Der HaarausfaReise zum Wunschhaarll ist eine der häufigsten vorübergehenden Nebenwirkungen einer Chemotherapie und beginnt meist 2-4 Wochen nach der ersten Behandlung. Nach der letzten Behandlung beginnen die Haare nach ca. 6 bis 8 Wochen wieder zu wachsen.

Auch wenn der Verlust der Haare kein Dauerzustand bleibt, ist dieser vor allem für Frauen aber auch für Männer eine entscheidende und belastende Veränderung.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich bereits bereits vor einer geplanten Chemotherapie eine Perücke vom behandelnden Arzt verordnen zu lassen. Unter dieser Voraussetzung übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für den Haarersatz oder zahlen zumindest eine Zuschuss. Zur Klärung, bis zu welchem Betrag die Kosten übernommen werden, sollte direkt Kontakt zur jeweiligen Krankenkasse aufgenommen werden. Bei privaten Krankenversicherungen ist dies vom individuell gewählten Beitragstarif abhängig28520

 

 

Der beste Zeitpunkt…

…zur Auswahl einer Perücke ist vor Beginn der Behandlung, da die Struktur, Farbe und der Schnitt der eigenen Haare noch bestehen und das neue Wunschhaar so optimal angepasst werden kann. Warten Sie mit der Entfernung der Haare, bis diese tatsächlich ausfallen um der Frustration und Unzufriedenheit möglichst lange entgegen zu wirken.

Neben Echthaar-Perücken gibt es mittlerweile auch sehr gute Kunsthaar-Perücken, die in punkto Tragekomfort und Aussehen nicht mehr vom Original zu unterscheiden, jedoch preislich deutlich günstiger zu haben sind.

Damit die Perücke natürlich wirkt, sollte diese unbedingt bei einem Zweithaar-Spezialisten probiert, angepasst ggf. nachgefärbt und entsprechend frisiert werden.

Fachgeschäfte finden Sie in der Suchmaschine des Bundesverbands der Zweithaar-Spezialisten e.V. unter folgendem Link:  http://www.bvz-info.de/Endverbraucher/

Tuch

Immer beliebtere und wesentlich günstigere Alternativen sind hingegen Tücher, Schals, Mützen oder Turbane. Diese sind für viele Patientinnen angenehmer auf der Kopfhaut zu tragen und sehr pflegeleicht. Aufgrund der großen Vielfalt an Mustern und Farben sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Hinsichtlich des Materials eignen sich Baumwolltücher am besten, da diese eine höhere Rutschfestigkeit haben als z.B. Seidentücher.

Egal ob Perücke oder eine Kopfbedeckung aus Stoff, für eine gewisse Zeit wird vermutlich eine der beiden Ihr stiller Begleiter sein, der Ihnen wieder Selbstvertrauen, ein Stück Lebensfreude und Kraft schenkt und dadurch möglicherweise auch die Therapie erleichtert.

 

 

 

Endometriose – Gutartige Wucherung

Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus

Die Endometriose ist ein chronisch fortschreitendes gynäkologisches Krankheitsbild ausgehend von der Gebärmutterschleimhaut und stellt gleichzeitig die zweit häufigste gutartige Erkrankung der Frau dar.

Sie bezeichnet das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus.

Man geht heute davon aus, dass etwa 10 – 15% aller Frauen in Deutschland zwischen 15 und 45 Jahren von dieser Erkrankung betroffen sind. Symptome der Endometriose sind Schmerzen während der Menstruation, beim Geschlechtsverkehr sowie allgemeine chronische Unterbauchschmerzen, die teils auch Regel-unabhängig sind.

Darüber hinaus kommt es in etwa 20% der Fälle auch noch zu schmerzhaftem Wasserlassen oder entsprechenden Beschwerden beim Stuhlgang.

 

Viele betrofEndometriosefene Frauen fühlen sich in ihrer körperlich-psychischen und sozialen Lebensqualität erheblich beeinflusst. Wichtig ist hervorzuheben, dass zwischen den auftretenden Beschwerden und dem Schweregrad der Endometriose kein gesicherter Zusammenhang besteht.

Leider kommt es wegen der teilweise auch nicht eindeutigen oder fehlgedeuteten Krankheitssymptomen zu einer Verzögerung von
6 – 9 Jahren bis eine gesicherte Diagnose zweifelsfrei anlässlich einer Bauchspiegelung gestellt wird.

 

 

Trotz mehr als hundertjähriger umfangreicher Forschung ist die Ursache der Endometriose auch heute noch unbekannt. Von großer Wichtigkeit ist aber, dass frühe Erkrankungsformen leichter zu therapieren sind, die Rezidivrate niedriger bzw. die rezidivfreien Intervalle länger.

Neben speziellen hormonellen Therapien werden heute in erster Linie die Endometrioseherde operativ minimal invasiv entfernt. Im Rahmen einer ganzheitlichen Anschlussbehandlung ist dann auf spezielle Ernährungsformen und auch naturheilkundliche Therapien im Zusammenwirken mit balneologischen Anwendungen speziell zu fokussieren.

Die Rehabilitationsbehandlung verfolgt neben der Wiederherstellung eines positiven Körpergefühls mit Freude an der Bewegung folgende Ziele:

  • Schmerzreduktion
  • Information und Schulung
  • Unterstützung bei Kinderwunsch
  • Lösen von Verkrampfungen und Verspannungen
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit
  • Entwicklung von Kompensationsstrategien

 

Im Rahmen von naturheilkundlichen Behandlungsmaßnahmen während der Rehabilitation von EndometriosePatientinnen wird seit längerem erfolgreich die Misteltherapie eingesetzt. Diese bewirkt als Injektionstherapie eine Wachstumshemmung der Endometrioseherde, eine Regulierung der körpereigenen Abwehr und letztendlich auch eine Schmerzreduktion.

Weiterhin kann auch der Einsatz bewährter Heilpflanzen aus der Frauenheilkunde, wie auch die Anwendung homöopathischer Medikamente bei der Schmerztherapie äußerst hilfreich sein. Grundsätzlich entscheidet hier die individuelle Situation der jeweiligen Patientin über die Verwendung alternativer Heilmethoden.

Stoma – alle Ebenen des Menschseins sind betroffen

Der Mensch, der aus seiner ganz persönlichen Lebenssituation heraus zum Stomaträger wird erlebt enormen Stress.

Alle Ebenen des Menschseins sind betroffen

Für jeden Stomaträger ist die Situation individuell anders, jedoch  gibt es Veränderungen, die von großer Bedeutung sind und sich für alle in gleicher Weise darstellen:

 

 

  • Allgemeine SchwächeStoma
  • Ernährungs-/ Flüssigkeitsdefizite
  • Unsicherheit im Umgang mit dem Stoma und der Versorgung
  • Einschränkungen im Alltag
  • Stoma-/ Hautkomplikationen
  • Psychische Labilität

 

 

 

Diese Beeinträchtigungen sollte jeder Stomaträger ernst nehmen und sich professionell unterstützen lassen. Nach der Anlage eines Stoma ist eine erfolgreiche Rehabilitation eine entscheidende Station auf dem Weg zurück in ein aktives, selbständiges Leben.

 

Um die Normalität in Ihrem Alltag zurückzugewinnen und eine schnelle Verbesserung der Lebensqualität zu erzielen können folgende Tipps hilfreich sein:

 

  • Durch detaillierte Anleitung eines Stomatherapeuten, können Sie die Selbständigkeit fördern und mehr Sicherheit und Routine bei der Versorgung Ihres Stoma erlangen.
  • Holen Sie sich umfangreichen Informationen zum Umgang mit dem Stoma im Alltag. Eine Rückkehr in den Alltag ist, dank moderner und zuverlässiger Produkte, einfacher als Gedacht. Sogar sportliche Aktivitäten sind mit relativ geringen Einschränkungen möglich.
  • Umfassende Beratung bei der Auswahl von Stomahilfsmitteln ist unerlässlich. Hier ist zu beachten, dass das Material den Bedürfnissen des Trägers angepasst und gleichzeitig der Schutz der Haut gewährleistet wird.
  • Erkundigen Sie sich über Therapieansätze bei ausgebildeten Stomafachkräften.
  • Durch eine individuelle Ernährungsberatung können Sie direkt nach der Operation schneller den Kostaufbau fördern um so stoma-spezifische Komplikationen zu vermindern. Soweit Ihr Stomatherapeut oder Ernährungsberater keine Einschränkungen bei Ihrer Ernährung empfiehlt, brauchen Sie sich im Hinblick auf Ihre vorherigen Essgewohnheiten nicht einschränken. Alles was Sie vor der Operation gut vertragen haben, werden Sie in der Regel auch danach weiterhin essen können.
  • Während der Therapie oder als Krankheitsfolge, kann es neben körperlichen auch zu psychischen Beschwerden kommen, die sehr belastend sein können. In einem solchen Fall sollten Sie psychologische Hilfe annehmen.

 

 

Die Müdigkeit nicht siegen lassen – Fatigue

Fatigue ist ein ursprünglich französisches Wort, das mit Müdigkeit oder Erschöpfung übersetzt wird, aber auch Anstrengung oder Strapaze bedeutet.

Im wissenschaftlichen Wortschatz wird damit eine besonders ausgeprägte oder lang anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung bezeichnet, die das normale Ausmaß überschreitet.

 

 

Müdigkeit

 

  • „Ich habe das Gefühl, ständig übermüdet zu sein, und den Wunsch, endlich einmal auszuschlafen.“
  • „Trotz des ausreichenden Schlafs bin ich am Tag ganz kraftlos.“
  • „Der Gang zum Supermarkt um die Ecke erscheint mir wie die Besteigung eines Zweitausenders.“
  • „Alle sagen, ich soll mich nicht so anstellen.“

Krebsbedingte Fatigue ist mehr als bloße Müdigkeit

Es ist das Zusammenkommen von:

  • körperlicher Leistungseinschränkung,
  • emotionaler Niedergeschlagenheit und
  • geistiger Erschöpfung
  • steht in keinem Zusammenhang zu vorausgegangenen Aktivitäten
  • kann durch Schlaf nicht behoben werden
  • subjektives Gefühl unterschiedlicher Ausprägung:
    es reicht von „leichter Erschöpfung“ bis zu  „schwerer Beeinträchtigung“

 

Was kann man gegen  krebsbedingte Erschöpfung tun?

Die Therapie ist nicht einfach, weil die Symptome multifaktoriell bedingt sind und oft nicht klar ersichtlich ist,

welche Ursache ausschlaggebend ist.

 

Die goldene Regel ist:

  • beeinflussbare Faktoren erkennen, therapieren oder lindern,
  • Geduld und Mitgefühl für sich selbst aufbringen und
  • bei der Familie, Freunden, Kollegen für Verständnis werben, über Fatigue aufklären

 

Kräfte einteilen – mit Zeit und Energie richtig haushalten

  • Führen Sie ein Energietagebuch  und gestalten Sie Ihren Tagesablauf bewusst è Energiesparend leben
  • Mit den eigenen Kräften haushalten:
    • Belastungsanforderungen über den Tag gut verteilen
    • Aufgaben in einzelne Schritte unterteilen
    • Wenn nötig kurze Pause einlegen
    • Bündeln Sie, was Sie auf einem Weg oder in einem Zeitblock zusammen oder hintereinander erledigen können
  • Erstellen Sie eine Prioritätenliste für Aufgaben und reservieren Sie die vorhandene Energie für die wichtigen Dinge
  • Delegieren Sie nicht so Wichtiges oder verzichten Sie ganz darauf –
    Unterscheidung zwischen „Pflicht“ und „Kür“
  • Sagen Sie öfters „Nein“ – immer wieder „abgrenzen“

 

 

Wenn möglich:

  • Vorhandene Energie sorgfältig einteilen
  • Energieverbrauch langsam steigern è Energiekonto auffüllen
  • gleichmäßige Verteilung der Aktivitäten über den Tag hinweg
  • nicht zu viel vornehmen
  • sich realistische Ziele setzen
  • regelmäßige Pausen gleich mit einplanen
  • kräfteschonendes Planen der Aktivitäten
  • Planen der Tätigkeiten nach der individuellen Leistungskurve

 

Wie gewinnen Sie neue Kräfte?

Sexualmedizinische Beratung

Störungen der Sexualität können sich vielgestaltig präsentieren. Sie stellen insbesondere auch im Rahmen der rehabilitativen Medizin  einen wichtigen Ansatzpunkt für Beratung und /oder Therapie dar.

 

Sexualmedizin
Sexualmedizin beschäftigt sich mit der Sexualität des Menschen und ihren Störungen. Die Sexualmedizin macht sich die Erkenntnisse der Verhaltensforschung und Entwicklungspsychologie zu eigen, wonach Säugetiere und v. a. der Mensch auf Bindung programmierte Beziehungswesen sind, deren Überlebenschancen von der Erfüllung ihrer existenziellen Grundbedürfnisse nach Akzeptanz und Zugehörigkeit abhängen (Bayer und Loewit 2004).

 

 

 

Diagnose Krebs

Durch die Konfrontation mit der Diagnose Krebs erfährt das Leben eine Erschütterung, plötzlich und völlig unerwartet.  Nichts ist mehr wie vorher.  Betroffen sind alle Aspekte des Lebens. Die Sexualität, die vorübergehend meist vollkommen in den Hintergrund tritt, obwohl  die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bestehen bleibt.
Sowohl die Krebserkrankung selbst als auch die notwendigen Behandlungen und deren Nebenwirkungen können sich negativ auf das Sexualleben auswirken. Dabei spielen die  körperlichen Beeinträchtigungen ebenso eine Rolle wie die psychischen Belastungen.
Obwohl Sexualität einen wichtigen Teil des Lebens darstellt und ein erfülltes Sexualleben laut WHO-Definition auch zur Gesundheit gehört, haben die meisten Betroffenen Hemmungen, über Probleme im Sexualleben zu sprechen.

 

Auch bei Endometriose – Patientinnen spielen  Probleme mit der Sexualität eine große Rolle. Jahrelange Leidensgeschichten sind bei erst spät gestellter Diagnose keine Seltenheit. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können zu partnerschaftlichen Konflikten führen, die aufgrund der „Sprachlosigkeit“ in einem  Teufelskreis enden können.

In der Klinik Prof. Schedel bieten wir den PatientInnen  sowohl mit onkologischen Krankheiten  als auch Patientinnen mit Endometriose und anderen gutartigen gynäkologischen Erkrankungen eine sexualmedizinische Beratung an und bahnen bei Bedarf  auch eine sexualmedizinische Therapie an. Da eine sexualmedizinische Betreuung den Paaraspekt und nicht nur die Einzelperson im Blick haben soll,  bieten wir auch die Möglichkeit, schon zu Beginn die Partner einzubeziehen.