Wunsch- und Wahlrecht


Ihr gutes Recht: Klinik nach Wahl

Es ist soweit. Sie sind auf der Suche nach der richtigen Reha-Einrichtung für Ihre Diagnose bzw. Ihr Krankheitsbild? Informieren Sie sich nicht nur über den jeweiligen Zuweiser, der Ihnen bereits mit Rat und Tat zur Seite steht sondern auch selbst. Ihr gutes Recht ist die Klinik Ihrer Wahl!

Im Sozialgesetz, Neuntes Buch ist in § 8 geregelt:
Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen; im Übrigen gilt § 33 des Ersten Buches. Den besonderen Bedürfnissen von Müttern und Vätern mit Behinderungen bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages sowie den besonderen Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen wird Rechnung getragen.

Informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Ihrer Rehabilitation bei Ihrem Arzt, beim Sozialdienst im Krankenhaus, bei Beratungsstellen der Rehabilitationsträger oder im Internet darüber, welche Klinik für Sie besonders geeignet ist. Achten Sie auf die Qualität der medizinisch-therapeutischen Leistungen, Lage, Service und Ausstattung.

Die Klinik Ihrer Wahl muss über einen Vertrag nach den gesetzlichen Vorschriften Ihres Rehabilitationsträgers verfügen,

  • Ihrem Wunsch dürfen keine medizinischen Gründe entgegen stehen, d.h. die gewählte Klinik muss nachweislich für die Behandlung Ihrer Erkrankung geeignet sein,
  • die Klinik muss von einer unabhängigen Stelle nach anerkannten Qualitätsstandards überprüft und zertifiziert sein (z.B. nach QMS Reha).

Wie mach ich von meinem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch?

Rehabilitationsantrag durch Vorschlag ergänzen

Reichen Sie mit Ihrem Reha-Antrag bereits einen Vorschlag für eine Klinik ein. Hier ein Musterschreiben, das wir für Sie vorbereitet haben.Sie können diesen auch nachträglich noch bei Ihrem zuständigen Kostenträger einreichen.

Begründung des Vorschlags

Es ist dabei ratsam, die Wahl der Klinik ausreichend zu begründen. In dem Vorschlag sollten Sie in erster Linie die medizinische Eignung der Klinik darlegen. Darüber hinaus ist es aber auch nützlich, weitere Begründungen für die Wahl einer Klinik anzugeben (z.B. Wohnortnähe, medizinisches Konzept der Klinik besonders geeignet o.ä.).

Was ist, wenn mein Wunsch abgelehnt wird?

Sollte der Rehabilitationsträger Ihren Wünschen nicht entsprechen, so muss er dies in einem Bescheid begründen. Generell sollten Sie Aussagen, dass eine bestimmte Klinik für Sie nicht geeignet sei oder nicht belegt werden darf, genau überprüfen. Sie können und sollten dann gegen den Bescheid schriftlich Widerspruch einlegen.

Die wichtigsten Tipps dazu auf einem Blick

Wunsch- und Wahlrecht Tipps

Werden Sie selber aktiv und nutzen somit das Wunsch- und Wahlrecht, um eine optimale Reha nach Ihren Vorstellungen zu erhalten:

Informieren Sie sich, wenn möglich rechtzeitig und vorab
Frühzeitige Information über geeignete Reha-Einrichtungen – z. B. im Internet, bei Ihrem betreuenden Arzt oder beim Sozialdienst des Krankenhauses oder Ihrer Krankenkasse

Voraussetzungen überprüfen
Achten Sie dabei darauf, dass die Voraussetzungen, die für Ihre Genesung wichtig ist, von der gewählten Einrichtung erfüllt werden. Fragen Sie im Zweifelsfall direkt bei uns oder der Einrichtung nach.

Wunschklinik am Besten gleich mit dem Reha-Antrag einreichen
Reichen Sie Ihren ausreichend begründeten Vorschlag für die passende Einrichtung gleich mit Ihrem Reha-Antrag ein. Falls Ihre Wahl auf unsere Klinik fällt, nutzen Sie unsere praktische Vorlage. Wir helfen auch dabei.

Widerspruch
Die Widerspruchsfrist bei einer Ablehnung durch den Kostenträger beträgt 4 Wochen.

Antrag auf Heilstättenänderung bei Ablehnung des Vorschlags
Sollte Ihre Reha genehmigt werden, jedoch nicht für die von Ihnen gewünschte Klinik, können Sie in der im Bescheid angegebenen Frist einen Antrag auf Heilstättenänderung bei der ebenfalls im Bescheid genannten Stelle einreichen.

Sie haben Fragen zum Wunsch- und Wahlrecht und möchte Ihre Rehamaßnahme bei uns durchführen?
Senden Sie uns eine Email, nutzen Sie unser Formular oder rufen Sie uns an.

Der Weltkrebstag

Der Weltkrebstag der WHO ist am 4. Februar

Der Weltkrebstag wurde 2008 auf Initiative der „Internationalen Union gegen Krebs“ (Union internationale contre le cancer – kurz UICC) ins Leben gerufen. Seitdem steigt die Zahl der Organisationen, die sich am Weltkrebstag beteiligen und auch die Anzahl der Aktionen, die auf das Thema aufmerksam machen. Bis 2018 steht der Weltkrebstag unter dem Motto „We Can, I Can!“ („Wir können. Ich kann!“)  #worldcancerday

Weltkrebstag

Auf die Diagnose Krebs reagieren der überwiegende Teil von Betroffenen, ihre Angehörigen und Freunde meist mit einem Schock und großer Angst und Unsicherheit. Durch die Forschung konnten in den letzten Jahren jedoch große Fortschritte erzielt und bessere Heilungschancen gefunden werden.

In der Bundesrepublik Deutschland ist Krebs, nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  die zweithäufigste tödliche Erkrankung. Die Daten aus dem Jahr 2013 des Robert Koch-Instituts zeigen außerdem, dass Krebsneuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland immer weiter angestiegen sind. So hat sich die absolute Zahl der Neuerkrankungen seit Anfang der 1970er Jahre in Deutschland fast verdoppelt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die zunehmende Anzahl älterer Menschen in der Bevölkerung. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge erkranken 43 % der Frauen und 51 % der Männer im Laufe ihres Lebens an Krebs. Zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland zählen bei Frauen Brustkrebs, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Männer sind vorwiegend von Prostatakrebs, Darm-, Lungen- und Harnblasenkrebs betroffen.

Die Bayerische Staatsregierung kann aber auch erfreuliches berichten. So gaben sie zum letztjährigen Weltkrebstag bekannt, dass 2016 die Zahl der Krebsneuerkrankungen ein weiteres Mal in Bayern gesunken sind.  Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml  verwies im Jahr 2013 genau 67.514 neue Krebserkrankungen in Bayern. Das sind rund 800 Fälle weniger als im Vorjahr (68.316). Im Jahr 2011 gab es 69.504 Krebsneuerkrankungen, im Jahr 2010 waren es 71.161.

Ob eine Krebserkrankung entsteht und wie sie verläuft, wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören interne Risikofaktoren wie erbliche Veranlagung, zunehmendes Alter  aber auch externe Risikofaktoren. Zu letzteren zählen Verhaltens- und Lebensweisen wie Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, ungünstige Ernährung und Mangel an Bewegung.

Viele Krebsarten sind heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Vorsorge kann deshalb einen wirksamen Schutz bedeuten. Niemand sollte also aus Furcht vor einer schlechten Nachricht Untersuchungen meiden.“ Jede und jeder Einzelne sowie die Gesellschaft insgesamt können einen wesentlichen Beitrag zu Prävention und Gesundheitsförderung leisten.

Jeder kann etwas für seine Gesundheit tun. Am Weltkrebstag geht es Gesundheitsorganisationen, Unternehmen sowie öffentlichen Institutionen in erster Linie um die Aufklärung und Beseitigung von Halbwissen.

Hierfür werden Projekte durchgeführt an denen häufig auch Prominente mitwirken. Diese werben vor allem für die regelmäßige Krebsvorsorge.

Interessante Links dazu:
http://www.worldcancerday.org/
https://www.krebshilfe.de/

Lebenslust statt Stomafrust

AUS DEM LEBEN EINES STOMAPATIENTEN

Es sind sehr die stillen Momente aus denen man neue Kraft sammelt – Lebenslust statt Stomafrust 

Thomas P. (Name geändert, Anm. d. Red.) ist 63 Jahre alt und Stomapatient. Der künstliche Darmausgang wurde notwendig, nachdem bei ihm der Befund Rektumkarzinom, also Darmkrebs diagnostiziert wurde. Auch als nicht betroffener kann man leicht erahnen, welche Einschnitte das Tragen, Anlegen und Wechseln eines Stomas bedeutet. Doch für P. war dies nur das geringere Übel. Denn der Krebs hatte bereits gestreut und Metastasen in der Leber gebildet. Die Ärzte gaben ihm nur wenig Hoffnung auf Heilung und die direkte Konfrontation mit der eigenen Vergänglichkeit war allgegenwärtig.

 

Lebenslust statt Stomafrust

Dennoch war dies kein Grund für P. aufzugeben oder seine Lebensfreude zu verlieren, egal wie schlecht die Diagnose ausfiel oder wie schwer sich die sechsstündige OP und die Chemotherapie auf seinen Organismus auswirkten.

Vielleicht war dieser Optimismus einer der Gründe, warum nach sechs Monaten das Stoma und nach weiteren vier Monaten sämtliche Metastasen entfernt werden konnten.

Sicherlich war ein entscheidender Faktor, dass er nach einer guten Akutversorgung zur sogenannten Anschlussheilbehandlung (AHB) in die Klinik Prof. Schedel in Kellberg bei Passau verlegt wurde. Die seit über 60 Jahren existierende Fachklinik für onkologische Rehabilitation verfügt über eine sehr hohe Reputation und half schon vielen Patienten auf den Weg zurück in ein aktives und selbstbestimmtes Leben.
Wie sich dieser Einfluss auch auf P. auswirkte, schildert er selbst in diesem Interview.

 

Wie sind sie auf unsere Klinik aufmerksam geworden:

Mir wurden vom Sozialdienst im Krankenhaus mehrere Kliniken im Umkreis von 200 km von meinem Heimatort empfohlen. Auf der Homepage der Klinik Prof Schedel erhielt ich bereits einen sehr guten ersten Eindruck und die Klinik überzeugte mich unter anderem durch ihre sehr schönen Lage.

Was waren Ihre Rehaziele?

Ich wollte mich regenerieren und wieder körperlich Kraft sammeln. Vor allem in Bezug auf die bevorstehende Stomarückverlagerung . Zudem stand das Erlernen der Stomaversorgung für zu Hause im Vordergrund. Psychisch brauchte ich keine Unterstützung, da ich stets eine positive Lebenseinstellung habe und mir klar ist, dass Schuldzuweisungen für meine Heilung keinen Nutzen bringen.

Viele fragen sich, warum gerade ich? Aber ich stellte mir die Gegenfrage: Warum ich nicht? Und schließlich beginnt jede Reise mit dem ersten Schritt.

Was hat Ihnen der Rehaaufenthalt gebracht:

In der Klinik Prof. Schedel erlernte ich den Stomaversorgungswechel, so dass dieser mir keine Probleme bereitete. Es ist nichts Kompliziertes, vor dem man Angst haben muss. Statt dessen ist nur etwas handwerkliches Geschick erforderlich und Übung. Die psychische Komponente bildet bei vielen das eigentliche Problem. Durch die sehr gute Versorgung aller Abteilungen konnte ich mich körperlich hervorragend erholen und neue Kraft tanken für die bevorstehend OP.

Wie erging es Ihnen nach der Stomarückverlagerung?

Sechs Monate nach der ersten OP folgte die Stomarückverlagerung. Die OP dauert nur eine Stunde und verlief ohne starken Schmerzen. Die ersten drei Tage plagten mich wässrige Durchfälle, die sich sukzessive besserten. Nach zwei Wochen besserten sich die Durchfälle deutlich.

Warum haben sie sich für einen weiteren Aufenthalt in der Klinik Prof. Schedel entschieden?

Ich war sehr zufrieden mit dem gesamten Personal und der individuellen Betreuung.

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein. Ich habe mich stets gut aufgehoben und wohl gefühlt. Genau in dieser angenehmen Atmosphäre und Dank der wunderschönen Lage der Klinik konnte ich am Besten die Ruhe finden, die ich brauchte,  um mich vollständig körperlich zu regenerieren.

Welche Tipps haben sie für andere Stomapatienten?

Geduld ist sehr wichtig und dass man nicht zu schnell aufgibt oder gar verzweifelt. Nach der Rückverlagerung kann es je nach Verlauf bis zu einem halben Jahr dauern, bis sich der Stuhlgang wieder reguliert. Im Krankenhaus habe ich Stomapatienten erlebt, die psychische Betreung und eine anschließende Rehamaßnahme vorerst ablehnten, obwohl meiner Ansicht nach dringender Bedarf bestand. Ich habe mit diesen Patienten darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Hilfe anzunehmen. Denn oft fällt es leichter, mit Fachpersonal über die Diagnose und Krankheitsfolgen zu sprechen.

Einen anschließenden Reha-Aufenthalt kann ich nur jedem empfehlen, um körperlich, seelisch und geistig wieder Kräfte zu sammeln und neue Energie zu gewinnen.

Infos zur Stomatherapie in der Klinik Prof. Schedel

Vorträge und Schulungen in der Reha

Wissen weitergeben –
Vorträge, Seminare und Schulungen in der Reha

Patientenschulungen“ sind in der Rehabilitation unumgänglich. Die aktive Mitarbeit sowie die Selbstmanagementkompetenz der Rehabilitanden soll gefördert werden.

Eine themenzentrierte und patientenorientierte Durchführung sowie die interaktive Gestaltung in der Kleingruppe sind ein zentraler Punkt in der medizinischen Rehabilitation.

Wissen weitergeben an die Patienten zieht sich durch alle Abteilungen der Rehaklinik.
Die Klinik Prof. Schedel GmbH bietet ca. 25 unterschiedliche Vorträge und indikationsabhängige Schulungen/Seminare aus den einzelnen Abteilungen durch

  • Ärzte

  • Psychologen

  • Therapeuten

an. Die Schulungen/Seminare und Vorträge sind Teil der Rehabilitation und zum Teil auch verpflichtend für die Patienten während ihres Aufenthalts.

Die Chefärztin Frau Dr. Sabine Rosenlechner nimmt sich nach den Vorträgen bzw. Schulungen noch Zeit für die Fragen und Anliegen der Rehabilitanden.

CÄ Dr. Sabine Rosenlechner

CÄ Dr. Sabine Rosenlechner – Vorträge, Seminare und Schulungen in der Reha

Neben den Schulungen/Seminaren und Vorträgen im Rahmen der Rehabilitation geben unserer Mitarbeiter ihr Fachwissen auch bei anderen Gelegenheiten weiter. Darüber hinaus werden immer wieder Vorträge von externen Dozenten für die Rehabilitanden gebucht.
Es finden auch  Themen im Freizeitbereich wie Reiseberichte, Infos über Ernährung durch Verbraucherzentralen u. v. m. statt.

 

Hitzewallungen, Brustkrebs & Akupunktur

Hitzewallungen und Schweißausbrüche  sind ein typisches Symptom von Frauen in den Wechseljahren, also der Zeit der hormonellen Umstellung, wenn die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone langsam nachlässt bis sie schließlich ganz aufhört.

Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

In Deutschland erkranken ca. 70.000 Frauen pro Jahr neu
an Mammakarzinom.

 

 

 

 

80% dieser Tumoren sind hormonrezeptor-positiv.

Auch nach erfolgreicher Operation erhalten diese Patientinnen zur Rezidivvorbeugung eine antihormonelle Therapie und werden dadurch „in den Wechsel versetzt“,  auch wenn sie vom Alter her noch nicht soweit wären.  Diese Frauen, die somit einen plötzlichen Hormonentzug erfahren, leiden oft unter ausgeprägten Wechseljahresbeschwerden.

Aber auch bei Frauen, die die Wechseljahre schon hinter sich haben, können sich durch die antihormonelle Therapie wieder erneut Wechselbeschwerden einstellen.

Außer der endokrinen Therapie kann auch eine  Chemotherapie  die Eierstockfunktion hemmen und die betroffenen Frauen vorzeitig in die Wechseljahre mit den daraus resultierenden Folgen bringen.   Je näher sich hier die Frauen zu Beginn der Therapie den natürlichen Wechseljahren befanden, desto wahrscheinlicher ist es, dass  deren Funktion auch nicht mehr einsetzen wird.

 

Was kann man dagegen tun?

  • Früher wurden gegen die  Wechselbeschwerden weibliche Hormone (Östrogene und Gestagene) großzügig  und erfolgreich verordnet; heute weiß man, dass diese Hormonersatztherapie das Risiko für Brustkrebs und Eierstockkrebs erhöht.
  • Besonders nach einer Erkrankung an hormonrezeptorpositivem Mammakarzinom dürfen  diese Hormone nicht mehr eingesetzt werden.
  • Viele pflanzliche Produkte sind auf dem Markt, deren Wirkung  nicht ausreichend belegt ist, dies gilt auch für die Phytohormone, zu denen die Isoflavone gehören, die eine Ähnlichkeit zu menschlichem Östrogen haben.
  • Frauen nach östrogenabhängigem Brustkrebs   sollten keine Isoflavon-Produkte einnehmen.
  • Ein sportlich aktiver Lebensstil, Vermeidung von Übergewicht, kein Nikotin, so wenig wie möglich Alkohol kann dazu beitragen, Hitzewallungen besser tolerieren zu können.
  • Entspannungsverfahren  wirken  sich ebenfalls positiv aus.
  • An Medikamenten werden erfolgreich einige Antidepressiva eingesetzt, die aber wiederum mit Nebenwirkungen behaftet sind.

 

Akupunktur

ist ein Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin und eine der am häufigsten angewandten Therapieformen gegen Wechselbeschwerden.   Bislang gibt es keine eindeutigen durch Studien belegte wissenschaftlichen Ergebnisse, dass Akupunktur gegen Hitzewallungen infolge einer Hormontherapie bei hormonrezeptor positivem Brustkrebs hilft.  Trotzdem besteht die  Vermutung, dass durch sie doch die Häufigkeit von Hitzewallungen reduziert werden kann.

Akupunktur

Da das Verfahren nebenwirkungsarm ist, sollte es auf jeden Fall als Behandlungsmöglichkeit in Betracht gezogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitssicherheit

Was bedeutet  Arbeitssicherheit?

Zu den wichtigsten Punkten im Rahmen der Arbeitssicherheit zählen das Vermeiden von Arbeitsunfällen, die Verhinderung von Gesundheitsgefahren bei der Arbeit und auch das Vorbeugen von Berufskrankheiten.

Dabei gilt immer der Spruch: „Vorsorge ist besser als Nachsorge“.

Arbeitssicherheit

Was trägt zur Arbeitssicherheit bei?

Das Arbeitsschutzgesetz regelt die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit. Es legt die Arbeitsschutzpflichten des Arbeitgebers, die Pflichten und die Rechte der Beschäftig­ten sowie die Überwachung des Arbeitsschutzes nach diesem Gesetz durch die zu­ständigen staatlichen Behörden fest.

Das fachkundige Durchführen einer Gefährdungsbeurteilung ist Voraussetzung um daraus entsprechend zielgerichtete, wirksame und kostengünstige Schutzmaßnahmen einzuleiten und durchzuführen.

Die im Dezember 2016 geänderte Arbeitsstättenverordnung regelt ein sicheres und gesundheitlich zuträgliches Arbeiten um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden, deren Ursachen in einer nicht ordnungsgemäß oder nicht menschengerecht eingerichteten oder betriebenen Arbeitsstätte liegen. Dabei werden u. a. Regelungen zum Arbeiten unter Tageslicht bestimmt. Arbeits- und Pausenräume mit einer Sichtverbindung nach außen, um bei natürlichem Tageslicht zu arbeiten, steigern die Motivation, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit Aller.

Neben den körperlichen Belastungen sind Unternehmen auch verpflichtet, psychische Belastungen zu berücksichtigen. Lärm, ungeeignete Beleuchtung oder ergonomische Mängel am Arbeitsplatz können zu psychischen Beeinträchtigungen beitragen. Speziell geschulte Sicherheitsbeauftragte legen daher ein besonderes Augenmerk auf diese Punkte.

Vor allem in Einrichtungen des Gesundheitswesens wird das Thema Hygiene groß geschrieben, da hier die Gesundheit von Mitarbeitern und Patienten betroffen ist.

Folgende Punkte spielen dabei eine wichtige Rolle:

  • Erstellen von Betriebsanweisungen, Reinigungs- , Desinfektion- und Hygieneplänen
  • Regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Räume und Arbeitsmittel
  • Bereitstellung und Nutzung einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA), Nutzung von Einmalprodukten, Einsatz von Sicherheitsgeräten um z. B. Nadelstichverletzungen vorzubeugen
  • Gründliches Waschen und Desinfizieren der Hände. Dies gilt als einfachstes und wirkungsvollstes Mittel um Infektionskrankheiten zu vermeiden

Neben den bereits genannten Gesetzten und Verordnungen gibt es noch viele weitere, die der Arbeitssicherheit dienen.

Abschließend ist zu sagen, dass  regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen und  regelmäßige Unterweisungen dazu beitragen, Mitarbeitern, die meist den Großteil Ihres Lebens in Arbeitsstätten verbringen ein sicheres und gesundheitlich zuträgliches Arbeiten zu ermöglichen. Konsequenter Arbeitsschutz ist nicht nur Pflicht, sondern  auch eine Investition, die sich durch gesunde und motivierte Mitarbeiter  auch für das Unternehmen auszahlt.

 

https://www.bgw-online.de/DE/Arbeitssicherheit-Gesundheitsschutz/ArbeitssicherheitUndGesundheitsschutz_node.html

http://www.stmas.bayern.de/arbeitsschutz/technisch/arbeitsstaetten.php

http://www.dekra.de/de/arbeitssicherheit

http://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze/arbeitsschutzgesetz.html

Arbeit & Gesundheit Ausgabe 1 / 2017

Erektile Dysfunktion

Nebenwirkung: Erektile Dysfunktion – wie geht Man(n) damit um

Prostatakrebs als Diagnose trifft viele Männer unvorbereitet.

Dem Tumor kann man oft zu Leibe rücken, jedoch haben Männer nach Operation und Behandlung andere Probleme – Inkontinenz und Impotenz. Unter erektiler Dysfunktion, versteht man die Unfähigkeit eines Mannes eine ausreichende Erektion zu erzeugen oder zu erhalten, um einen Geschlechtsverkehr auszuüben.

 

Diese Impotenz oder ErektionsErektile Dysfunktionstörung ist eine am häufigsten verbreitete, sexuelle Beeinträchtigung bei Männern.

Betroffene leiden meist sehr unter dieser Beeinträchtigung, da diese natürlich einen starken Einfluss auf das Sexualleben und dadurch auf die Partnerschaft hat. Somit belastet es nicht nur den Erkrankten sondern auch dessen Partner/in. Als Grundregel gilt auch hier für die Betroffenen, mit dem Partner bzw. der Partnerin darüber zu sprechen und auch einen Rat beim behandelnden Arzt suchen, der mit dem Krankheitsbild bestens vertraut sein wird.

 

Neben einer Prostataektomie (radikale Beckenoperation) können Erektionsstörungen auch infolge von internistischen und neurologischen Erkrankungen entstehen. Einige dieser Erkrankungen können lange nicht bemerkt werden, da sie oft weder Schmerzen noch sonstige Symptome verursachen. Erektionsprobleme können aber auch hier ein erstes Signal für eine solche Grunderkrankung sein.

Neben Erkrankungen oder Operationen unterliegt die Potenz des Mannes jedoch auch Faktoren, wie Alter, Einnahme von Medikamenten oder einem falschen Lebensstil. Neben organischen Ursachen kann auch die Psyche eine ursächliche Rolle bei der Impotenz spielen. Häufig kommt aber die psychische Komponente erst nach einer Prostata-OP dazu und verstärkt das Problem.

 

 

Warum trifft es so viele Patienten nach einer OP

Die Nervenfasern, die unter anderem auch für die Steuerung einer Erektion und der Schließmuskeln zuständig sind, laufen wie Hosenträger links und rechts an der Prostata entlang. Muss durch Krebsbefall die Vorsteherdrüse entfernt werden, bemühen sich die Chirurgen, nervenerhaltend zu operieren, doch ist das nicht immer möglich. Denn in solchen Fällen muss radikaler operiert werden, um noch eine Heilung erreichen zu können.

Als besonders nervenschonend gelten minimalinvasive Verfahren, wie z. B. die  computergestützte „Da Vinci Chirurgie“, die immer mehr angewendet wird.

Eine mehrdimensionale Optik ermöglicht dem Operateur dabei eine gezielte Teilansicht stufenlos zu Vergrößern und so die feinen Nervenfasern sichtbarer zu machen. Während der Da Vinci-OP wird der Operateur durch einen Roboter bei der Orientierung und Bewegung im Körper unterstützt.

Auch wenn Erektionsstörungen der Albtraum eines Mannes sind, sollte man sich nicht scheuen einen Arzt aufzusuchen und um Hilfe nachzufragen

 

Erektyle Disfunktion

Als Hilfsmittel gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Medikamente – Sogenannte PDE-5-Hemmer
  • Lokale/Technische Hilfen
    • Penisinjektionen SKAT
    • Harnröhrenstäbchen MUSE
    • Vitaros
    • Vakuumpumpe
  • Beckenbodenmuskeltraining

Sind psychische Probleme die Ursache der Erektionsstörung, kann eine psychiatrisch-psychologische Behandlung sinnvoll sein.

 

 

Tabuthema Stoma

Es gibt rund 160.000 Menschen mit einem Stoma in Deutschland.
Trotzdem spielt das Thema Stoma  öffentlich keine Rolle, da es noch immer ein Tabuthema ist.

 

Deshalb ist es sehr wichtig, das Thema Stoma genauer zu beleuchten, denn aus Unwissenheit wird oft Unsicherheit.

Die Durchführung einer Rehabilitation in einer onkologischen Fachklinik eröffnet dem Patienten nach der Anlage eines Stoma die Möglichkeit die Beeinträchtigung der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft abzuwenden oder zu minimieren.

Tabuthema Reha

Ziele der onkologischen Rehabilitation

Stomatherapie

  • Information über das Stoma
  • Professionelle Anleitung und Beratung beim Stomaversorgungswechsel. Der selbstständige
    Versorgungswechsel wird angestrebt um frei und unabhängig zu sein.
  • Mit einer richtigen, bedarfsgerechten Versorgung, die individuell auf jeden einzelnen
    Stomaträger angepasst ist, und mit professioneller Begleitung, kann man weitestgehend
    uneingeschränkt den Alltag genießen.
  • Erkennen von Stomakomplikationen und sofortige Behandlung.
  • Anleitung von Angehörigen bei der Stomaversorgung
  •  Nachversorger für Zuhause zu finden, der die Materialversorgung übernimmt,
    falls ein solcher noch nicht vorhanden.
  • Falls der Versorgungswechsel aus bestimmten Gründen, z. B. schwere Sehbehinderung oder anatomische Einschränkung nicht, oder nur teilweise selbständig durchgeführt werden kann, wird der Sozialdienst  rechtzeitig informiert,  um das weiteres Procedere für Zuhause einzuleiten.

Stoma1

Sport- und Bewegungstherapie:

Zahlreiche Studien konnten belegen, dass sich allgemeine körperliche und psychische Beschwerden bei vielen Patienten mit onkologischen Erkrankungen durch eine gezielte Sporttherapie behandeln lassen.

  • Physiotherapie, Bewegungstherpie, Sportgruppen, Nordic Walken, Yoga usw.

 

Ernährungsberatung :

Durch Probleme bei der Aufnahme der Nahrung bzw. der Absorption ihrer Bestandteile werden nicht allein die körperlichen Funktionen beeinträchtigt, sondern weitgehend auch das allgemeine Befinden und die Lebensqualität.

  • Beratung durch Diätassistentin je nach Bedarf individuell der Stomaart angepasst und Kochschulungen
    werden im Haus angeboten.

 

Psychoonkologische Betreuung:

Belastungen beschränken sich nicht nur allein auf Körperfunktionsstörungen. Eine Belastung besteht neben einer verständlichen Angst vor einem möglichen Fortschreiten oder einer Rückkehr der Erkrankung, auch durch mögliche gravierende Einschränkungen im Alltag.

  • Ergotherapie, psychologische Gesprächstherapie, Erlernen von Entspannungsmethoden (z.B. Autogenes Training/Progressive Muskelentspannung)

 

Fazit:

Unter der Einbeziehung von Sporttherapie, Ernährungsberatung, psychoonkologischer Betreuung, Information, Schulung und Motivation, sowie Stomatherapie kann man mit einem Stoma eine gute Lebensqualität erhalten und ein selbstbestimmtes Leben führen
z. B. in der Partnerschaft, Freizeit, Berufsleben, Alltag und bei sozialen Kontakten.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne. Wir finden eine Lösung für Ihr Problem.

 

Weitere Information zum Thema Stoma: http://onkologische-rehaklinik.de/2016/06/stoma/

 

 

Experte für energetische Heilweisen

Mit Dr. Martin Lüthke hat die Klinik Prof. Schedel einen ausgewiesenen Experten für energetische Heilweisen gewinnen können.

Als Psychologe mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit am menschlichen Energiekörper bietet er jetzt Vorträge, Seminare und Einzelbehandlungen an. Diese ergänzen das etablierte Therapieangebot an der traditionsreichen Reha-Klinik, die sich auch überregional einen guten Ruf erworben hat.

Experte für energetische Heilweisen
Dr. Martin Folkert Lüthke

im Alltag: Martin Lüthke

verheiratet seit 1993, 2 + 2 Kinder

  • Diplom-Psychologe seit 1984
  • Heilpraktiker-Zulassung seit 1985
  • Promotion zum „Dr. phil.“ 1989
  • Studium der Klinischen Psychologie in den USA 1987-92
  • Klinischer Psychologe (USA) seit 1992
  • Zusatzbezeichnung Diplomate, Comprehensive Energy Psychology (DCEP), 1/07 – 12/12

Dr. Martin Lüthke - Psychologe

Behandlungsphilosophie

  • Alle Heilung ist möglich.“
  • Wichtiger noch als unser physischer Körper ist unser Energie-Körper (z.B. Meridiane, Chakren, Aura). Krankheit und Gesundheit entstehen zunächst einmal auf der energetischen Ebene. Der physische Körper ist nur ausführendes Organ und letztes Glied in der Kette. Eine effektive Heilung bedarf primär einer Heilung des Energiekörpers.
  • Schmerzen sind immer Ausdruck einer Blockade im Fluss. „Wo es Schmerz gibt, gibt es keinen Fluss; wo es einen Fluss gibt, gibt es keinen Schmerz.“ Bei der Behandlung von Schmerzen geht es darum, den „Fluss“ wiederherzustellen.
  • Jeder Mensch muss sich in Selbstverantwortung um seine Gesundheit oder Gesundung kümmern. Dies ist ein lebenslanger Prozess, der u.a. den Einsatz von Achtsamkeit, Disziplin und Ressourcen verlangt.
  • „Alles hängt mit allem zusammen.“ Körper, Geist und Seele sollten gleichzeitig und gleichwertig behandelt werden.

 

In meiner Arbeit wende ich, je nach Bedarf, verschiedenste Behandlungsmethoden an.

 

Zu den körpertherapeutischen Behandlungen zählen

  • Akupressur
  • Massage
  • „Fold and Hold“ (bei Muskelschmerzen)
  • Reflexzonenmassage

 

Zu den psychotherapeutischen Verfahren zählen

  • Psychoenergetische Heilung
  • Emotionale Freiheitstechniken (EFT)
  • Gesprächstherapie
  • Kognitive Therapie
  • Logotherapie
  • Imaginative Verfahren
  • Beratung

 

Zu den energetischen Behandlungsmethoden zählen

  • Reiki
  • „Reconnection“ (nach Dr. Eric Pearl)
  • Heilströmen
  • Akupressur
  • Psychoenergetische Heilung

 

Außerdem gehören die Beratung bezüglich einer Optimierung der Ernährung sowie Nahrungsergänzungsmitteln und Vitalstoffen routinemäßig zu meinem Behandlungsansatz. Zum Thema Ernährung und Labortests klicken Sie bitte auf die entsprechenden Links.

 

Ernährung und Vitalstoffe

„Wir graben unser Grab mit dem Löffel.“

Ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel („orthomolekulare Medizin“).

Durch den gezielten Einsatz von Vitaminen, Mineralien, Fetten, Aminosäuren und anderen Vitalstoffen können Defizite ausgeglichen und die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt werden. In meine Empfehlungen fließen jahrzehntelange Erfahrungen, kontinuierliche Fortbildung, eine Analyse der Ernährungsgewohnheiten und Krankheitssymptome sowie ggf. auch Labortests ein.

Je nach Problemstellung kommen therapeutische Massnahmen zur Darmsanierung, dem Aufbau der Darmflora und der Ausleitung von Toxinen und Stoffwechselschlacken zur Anwendung.

 

Vornehme Blässe schont die Haut

Vornehme Blässe schont die Haut mehr als sommerliche Bräune.

 

Kleidung, Sonnenbrille und Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor als Schutz verwenden / Mittagssonne wegen intensiven UV-Lichts meiden

Jedes schutzlose Bad in der Sonne erhöht die Gefahren für die menschliche Haut: Etwa 200.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu –Tendenz steigend.

 

Experten raten „Die Menschen sollten sich gerade in südlicheren Gefilden langsam an die intensivere Sonne gewöhnen. Die Haut hat dann ausreichend Zeit, an Dicke zuzulegen und die schützende ,Sonnenschwiele’zu bilden. „Das starke UV-Licht der Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr belastet die Haut besonders stark –die sollte man meiden. Denn: Sonnenstrahlen sind nicht gleich.“Die UV-A-Strahlung der Sonne führe zwar zu deutlich
geringerer Rötung, könne aber auch innerhalb kurzer Zeit von wenigen Minuten den bräunenden Effekt auslösen, was bei Solarien genutzt wird. UV-A Strahlung dringe deutlich tiefer als UV-B in die Hautschichten ein und schädige in der Tiefe. „Es gibt keine Signalwirkung für einen Sonnenbrand die kurzwelligen UV-B-Strahlen, die nicht so tief in die Haut eindringen, sind hingegen Auslöser von Sonnenbränden: Sie bewirken die Verdickung, die Sonnenschwiele und die spätere Bräune.“

 

Schwarzer oder weißer Hautkrebs

Die Haut merkt sich lebenslang jeden Sonnenkontakt. Je höher die angehäufte UV-Dosis, umso mehr steigt das Risiko, dass sich Hauttumore bilden. Der Krebs entsteht, wenn einzelne Zellen unkontrolliert wachsen. Und diese Reaktion ist auf solargeschädigter Haut einfach wahrscheinlicher. Es gibt die sogenannten weißen Krebsarten. Basaliome, PlattenKlinik Prof. Schedel GmbHepitheler und Spindelzellkarzinome zählen dazu. Sie tendieren an sich nicht zur Streuung, sprich Metastasierung. Da sie aber auf geschädigten Hautarealen wachsen, ist das Wiederauftreten lokaler Herde häufig. Beim schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, können die Tumorzellen über die Lymph- oder Blutbahn verschleppt werden. Es sind also Tochtertumore möglich, sogenannte Metastasen. Eine frühzeitige Entfernung des Ausgangsherdes sei daher angeraten. Die UV-Strahlung sei auch bei den Melanomen ein Risikofaktor, allerdings nicht so eindeutig wie bei den hellen Krebsarten.

Tipps zum Schutz

Wer einige Tipps beachtet, kann sich vor Hautkrebs schützen. Übermäßiges Sonnen sei auf alle Fälle zu vermeiden, da es einfach zur Hautschädigung generell führt, rät Dr. Higi. Besser sei es, im Schatten zu bleiben. Sogenanntes Vorbräunen im Solarium sei fast nutzlos, da die Sonnenschwiele kaum ausgebildet wird. Wer sich
unbedingt unter der Sonne aufhalten will, dem wird eine körperbedeckende Kleidung, Sonnenbrille sowie Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor von mindestens 30 empfohlen.
Besondere Vorsicht bei Kindern Bei Kindern sei die Haut besonders uv-empfindlich. Es gebe in Studien auch erste Hinweise, dass zwischen der Häufigkeit der Sonnenbrände im Kindesalter und späteren malignen melanomen eine Verbindung besteht, so Higi. Oft werde übersehen, dass bestimmte Medikamente die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich erhöhen könnten. Bekannt ist dieser Effekt bei bestimmten Antibiotika, bei einigen Psychopharmaka und sogar bei pflanzlichenMitteln, z. B. Johanniskraut.

Solariumbesuch noch riskanter als gedacht
Höher als gedacht sind auch die Risiken durch Solarienbesuche. Nach neuesten Studien der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention steigt die Krebsgefahr deutlich an, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig benutzt werden. Schon ein Solariumbesuch pro Monat erhöht nach Angaben der Forscher die
Gefahr –nach zwei bis drei Jahrzehnten sogar auf das 2,4-fache. Vom malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, sind verstärkt junge Frauen betroffen. Die internationale Krebsforschungsagentur
(IARC) stufte bereits 2009 die UV-Strahlung und Solarien in die höchste Kategorie krebsauslösender Risiken ein. Sie stehen jetzt auf gleicher Stufe wie die bekannten Schadstoffe Asbest und Tabak. Den schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom zählt zu der  gefährlichsten Art der Hauttumoren, da die Streuung
in andere Organe möglich ist. Aufmerksam sollten Menschen mit einem Pigment-Mal sein, das deutlich dunkler ist und sich vergrößert bzw. verändert. Ebenfalls Vorsicht ist laut Higi geboten, wenn sich ein Mal in Form oder Farbe unregelmäßig verhält oder ein Mal bereits größer als zwei Millimeter geworden ist. Der Weg zum Spezialisten sei immer ratsam, wenn ein Pigment-Mal brennt, juckt oder blutet, also eine gewisse Aktivität zeigt.

 

Früherkennung wichtig

Eine Operation im frühest möglichen Stadium führt in den meisten Fällen zur Heilung: Je schneller ein malignes
Melanom erkannt wird, umso besser kann der Hautkrebs behandelt werden. Bei manchen Hautkrebsarten vom Typ Basaliom komme eine Creme- und Lichtbehandlung oder eine Bestrahlung in Frage. Grundsätzlich aber stehen operative Verfahren bei Hauttumoren im Vordergrund der Behandlungsstrategie. Gerade bei Melanomen
werden in speziellen Situationen die umgebenden Lymphknoten mit entfernt. Diverse Tumormedikamente werden bei bereits metastasierten Melanomformen mit wechselndem Erfolg eingesetzt. Auf diesem Gebiet sind gerade in jüngerer Zeit einige vielversprechende Substanzen eingeführt worden, die ihre Effizienz teilweise aber noch in größeren Studien beweisen müssen.