Tanzen ist…? alles andere als langweilig! 5. Teil

Autor: Armin Manglkramer (Integrative Tanztherapie)

 

Herzlich Willkommen zurück aus der Corona-Pause. Schön, dass Sie wieder mit dabei sind.

Viele seltsame Wochen und Monate voller Einschränkungen liegen nun seit unserem letzten Blog zurück. Manche von Ihnen waren vielleicht selbst betroffen, waren in Quarantäne oder sind / waren in Kurzarbeit. Viele von Ihnen haben sich möglicherweise auch weniger bewegt als sonst.

Deshalb möchte ich Ihnen heute zeigen, dass es ganz einfach ist, mit Tanz bzw. Musik wieder in Bewegung zu kommen und welche Vorteile bzw. positiven Auswirkungen das Tanzen auf unseren Körper hat. Dazu brauchen Sie nicht einmal einen Tanzpartner wie beim Paartanz und man kann auch die Abstandsregeln gut einhalten. Aus diesem Grund starten wir in der Klinik Prof. Schedel GmbH demnächst auch wieder mit unserer Tanzwerkstatt. Ein Vorteil, in der Gruppe zu tanzen ist es nämlich, dass Sie Bewegungen von anderen übernehmen können und ausprobieren können, welche Bewegungen zu Ihnen passen.

Aufgrund der Abstandsregelung starten wir unsere „Tanzwerkstatt“ auch ohne Paartanz.

 

Häufig bekomme ich zu hören: „Ich kann doch gar nicht tanzen.“ Das Tolle ist – das muss man auch gar nicht. Vordergründig geht es zunächst um das Bewegen zur Musik. Und dabei ist es völlig egal, ob Sie sich zusammen mit einem Partner oder alleine bewegen.

Beim Tanzen wird – wie bei jeglichen Arten von Bewegung – viel Sauerstoff durch die erhöhte Atmung aufgenommen; vorausgesetzt es wird natürlich vor allem in Zeiten wie diesen gut durchgelüftet. Der Sauerstoff wird durch die verbesserte Durchblutung in die Muskeln und ins Gehirn transportiert und aktiviert somit den gesamten Körper. Das ist die Grundvoraussetzung, damit sich im Gehirn sogenannte Synapsen bilden können.

Synapsen kann man mit vielen kleinen Inselchen vergleichen, die vorerst alle für sich alleine stehen. Erst durch die Verknüpfung miteinander, wie mit Brücken, kann unser Gehirn von überall aus auf alle Informationen zugreifen, wodurch sich z. B. neue Bewegungsmuster ausbilden und andere sich wiederum abbauen können – ich denke da vor allem an Schonhaltungen.

Unser Gehirn befindet sich im Grunde unser Leben lang über 1.000-mal am Tag in diesem Umbauprozess, welchen man auch lebenslanges Lernen nennt. Das Tanzen kann also insgesamt unser bestehendes Bewegungsrepertoire erweitern und sorgt somit für mehr Flexibilität in unseren Bewegungen.

Bewegungen, die eher armbetont sind, sorgen für eine verbesserte Beweglichkeit im Becken und in der Wirbelsäule. Gut dafür eignen sich die von Haus aus quirligen und raumgreifenden lateinamerikanischen Rhythmen, egal ob als Paartanz oder Zumba beispielsweise. Legen Sie doch mal karibische, kubanische oder brasilianische Musik auf und Sie werden schnell merken, dass sich die Arme und Beine fast schon wie von selbst bewegen.

Standardtänze wie der Walzer sorgen durch die strenge Körperhaltung eher für die Aufrichtung der Wirbelsäule. Dadurch verbessern sich die Atmung und das Gangbild. Übrigens: Standardtänze oder das Bewegen zu weltlicher bzw. Popmusik funktionieren auch wunderbar ohne Tanzpartner. Probieren Sie es doch einmal aus.

Völlig gleichgültig, ob Sie Bewegungseinschränkungen in den Armen oder Beinen haben, ist ein weiterer Vorteil des Tanzens, dass Sie selbst steuern können, wie viel Sie bewegen. Wichtig ist, dass Sie dabei immer Ihre Schmerzgrenze beachten. Denken Sie daran: Weniger ist oft mehr. Wer will sich schon mit Schmerzen bewegen? Dies führt nur zu unnötigen Schonhaltungen. In jedem Fall erweitern Sie durch Bewegung stets Ihr Bewegungsausmaß im Schulter-, Wirbelsäulen-, Becken- und Beinbereich und das macht auch noch Spaß!

Apropos Schmerzen – Wussten Sie, dass Bewegung auch gleichzeitig Schmerztherapie ist? Dies gilt vor allem bei Bewegungen, die wir gerne ausführen, wie z. B. beim Tanzen. Haben wir Freude daran, schüttet der Körper so genannte Endorphine aus. Zum einen steckt in diesem Wort der Begriff „endo“ für „im Körper“ und zum anderen das Wort „Morphine“. Sie kennen es besser unter „Morphium“ – ein Schmerzmittel. Endorphine sind also eigens vom Körper in der Hypophyse und dem Hypothalamus hergestellte, schmerzlindernde Eiweißverbindungen.

Wer unter Gangunsicherheit leidet, greift gut und gerne auch auf die altmodische Weise zurück. Im herkömmlichen Standardtanz gibt es viele Möglichkeiten, um zu führen oder geführt zu werden. Durch den Kontakt zum Partner fühlt man sich aufgrund der „Festhaltemöglichkeit“ auch gleich etwas sicherer.

Sie sehen also: Tanzen ist nicht nur Bewegung zu Musik, sondern hat viele positive Nebeneffekte.

Es werden noch weitere, interessante Blogs zum Thema Tanztherapie folgen. Bleiben Sie dran!

Und nun erst einmal viel Spaß beim Bewegen!

Aktuelle Informationen zum Thema Covid 19 in der Klinik Prof. Schedel GmbH

Für unserer Patienten/Patientinnen haben wir auf unserer Website die aktuellsten Informationen zum Thema Covid 19 in der Klinik Prof. Schedel GmbH zusammengefasst:

https://www.klinik-prof-schedel.de/pdf/patienteninfo-zu-covid-19.pdf

Tanzen ist…? alles andere als langweilig! 4. Teil

Autor: Armin Manglkramer (Integrative Tanztherapie)

Tanzen ist Psychohygiene und Anti-Stress-Therapie

Es gibt interessante Studien darüber, dass das Tanzen die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Speichel senkt. Ohne Musik ändert sich im Cortisolgehalt dagegen wenig. Bewegung zu Musik, sei es nach Tanzschritten oder frei, wirkt also entspannend und ist eine Wohltat für die Seele.

In einer weiteren Studie zeigte sich, dass tanzende Grundschüler weniger aggressiv auftraten als ihre nicht tanzenden Mitschüler. Auch dies ist auf den Cortisolgehalt zurückzuführen.

Tanzen ist für Viele ebenso eine Möglichkeit, um mit ihrem Alltagsstress besser um-zugehen. Denn selbst wenn man für sich alleine tanzt, gibt einem die Bewegung im Rhythmus eine fast schon familiäre Geborgenheit.

Apropos Rhythmus: Unser gesamtes Leben verläuft in Zyklen – Herzschlag, Atmung, Augenaufschlag, gehen, schlafen und wachen, Aktion und Ruhe sind nur einige Bei-spiele aus unserem Alltag. Krankheiten verschiedenster Art bringen viele Patienten häufig aus ihrem gewohnten Arbeits-, Alltags- oder Freizeitgleichgewicht. So belegen Studien beispielsweise, dass sich oftmals der Schlaf-Wach-Rhythmus ändert. Durch Musik – bei der ja per se ein Takt vorgegeben ist – gleicht sich z. B. der Herzschlag an diesen Rhythmus an. Dies funktioniert vor allem sehr gut bei ruhiger, langsamer Musik. Deshalb wirken Entspannungsverfahren mit instrumentalem Hintergrund sehr gut, um sich zu entspannen. Musik und Tanz fördern zudem den Atemrhythmus. Zu diesem Thema gibt es später mehr – bleiben Sie dran!

Musik und Tanz sind sehr emotional

 

In beidem können wir oftmals auch Gefühlsregungen zeigen, die wir im Alltag lieber im Verborgenen halten. Wir müssen uns in unseren Bewegungen nicht einschränken, so wie wir das häufig im Alltag tun, weil das von unserer Gesellschaft so erwartet wird. Jeder drückt sich auch immer ein Stück weit über Art und Weise seiner Bewegungen und Gesten aus. Jemand der schüchtern ist, bewegt sich definitiv viel verhaltener als ein Exzentriker. Sie kennen sicher auch solche Gegensätze aus Ihrem Umfeld. Wir geben also immer auch unbewusst ein bisschen etwas von uns preis.

In der Tanztherapie z. B. will man unter anderem erreichen, dass man sich von seinem schlechten Befinden distanziert. Es ist sehr positiv für das Selbstbild, wenn ich als Patient merke: „Ja, ich habe noch etwas unter Kontrolle“ und „Ich habe schöne Empfindungen.“ Darüber hinaus fördern der Puls und der Rhythmus in der Musik den Antrieb, auch wenn die Motorik sonst durch Erkrankungen gestört ist, wie dies beispielsweise bei Parkinson-Patienten der Fall ist.

Natur- und Wildnispädagogik in der Klinik Prof. Schedel GmbH

Autor: Josef Ullmann

Der Zivilisationsprozess hat eine zunehmende Entfremdung der modernen Gesellschaft von der Natur zur Folge. Internet, Fernsehen und Smartphone sind allgegenwärtig. Der Überfluss an Informationen, die permanente Erreichbarkeit und steigende Anforderungen im Berufsleben sind purer Stress für Körper und Geist. Der moderne Mensch kommt kaum zur Ruhe und hat keine Zeit und kein Gespür mehr für die eigenen Bedürfnisse. Wir haben schlichtweg verlernt auf unseren eigenen Körper zu hören und unsere Sinne richtig zu nutzen. Die Folgen dieser Entfremdung spiegeln sich in einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten wieder während Jahrhunderte altes Wissen von Naturvölkern über die heilende Wirkung der Natur  immer mehr verloren geht.

Die Wald- und Naturtherapie auf Basis der Natur- und Wildnispädagogik kann helfen wieder einen Zugang zur Natur zu finden und sie zur Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit zu nutzen. Diese Beziehung zur Natur beruht auf Gegenseitigkeit und erfordert Respekt vor allen Lebewesen.

Die Klinik Prof. Schedel liegt mitten in schönster Natur

 

Mit Hilfe von erlebnisorientierten Übungen zur Schulung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit soll ein Zugang zur Natur ermöglicht werden. Alles was wir dafür brauchen ist die Natur selbst, den Wald, die Bäume und unsere Sinne.

Regelmäßige Aufenthalte im Wald bringen nachweislich positive Effekte für Immunsystem, Herz-Kreislaufsystem, die Atemorgane sowie die Psyche. Verantwortlich dafür sind v.a. die Botenstoffe der Bäume (Terpene). Sie bewirken einen messbaren Anstieg der Killerzellen im Blut und einen Abbau von Stresshormonen. Wie Studien aus Japan belegen steigern regelmäßige Aufenthalte im Wald die Zahl der natürlichen Killerzellen um bis zu 50% wobei der Effekt bis zu 7 Tagen anhält.

Ab dem Frühjahr 2020 können Patienten der Klinik Prof. Schedel von den positiven Effekten der Wald- und Naturtherapie profitieren und dadurch die Kompetenz erlangen auch nach dem Aufenthalt Wege zu finden um im Einklang mit der Natur zu leben. Die weitläufigen Wälder und die Schönheit der Natur im unmittelbaren Umfeld der Klinik bieten hierfür das optimale Umfeld und laden dazu ein die Natur und sich selbst mit allen Sinnen zu spüren um Gesundheit und Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.

Krankheitsbewältigung – 4. Februar ist Weltkrebstag

Anlässlich des Weltkrebstages am 04. Februar möchten wir Ihnen Mut machen:

Finden Sie Ihren Weg zurück ins Leben

Dr. Sabine Rosenlechner - Chefärztin Klinik Prof. Schedel GmbH

Es gibt kein Patentrezept zur Krankheitsbewältigung. Jeder muss den eigenen Weg finden.  Die Diagnose Krebs  führt bei den meisten Betroffenen zu großer Verunsicherung,  zu  Mutlosigkeit und Verzweiflung –  die Vorstellung, wieder einmal hoffnungsvoll nach vorne schauen, fröhlich sein  und lachen zu können fällt schwer.

Eine Krebserkrankung und / oder deren Therapie können  unterschiedlich schwere Folgen nach sich ziehen. Diese Beeinträchtigungen  können Körper, Seele und das Sozialleben betreffen.

Die körperlichen Folgen können nur vorübergehend vorliegen aber auch lebenslang persistieren. Manchmal sind sie für jedermann ersichtlich und stigmatisieren.

Psychisch wird man quasi aus der Bahn geworfen, es ist nichts mehr wie es vorher war, wie es war, bevor man vom Arzt die niederschmetternde Diagnose erfahren hat. Unabhängig von der Prognose wird eine Krebserkrankung als Lebensbedrohung empfunden.

Die Krebserkrankung wirkt sich auch auf das soziale Umfeld aus, auf Partner, Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen. Die Mitmenschen sorgen sich, haben Ängste, wissen aber häufig nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Jeder von uns macht Pläne für die nähere und weitere Zukunft. Wir planen z. B. eine Familie zu gründen, malen uns aus, wie es sein wird, wenn man Enkel bekommt, was wir mit diesen dann  unternehmen werden. Wir sparen, weil wir eine größere Wohnung mieten oder kaufen wollen, wir machen die Anzahlung auf den großen Jahresurlaub, für  den wir uns endlich genug Geld zusammengespart haben. Die plötzliche Krebsdiagnose macht auf einen Schlag alles unsicher, wenn nicht zunichte,  sowohl kurz- als auch eventuell längerfristig.  Auch während der häufig monatelangen Behandlung ergeben sich immer wieder neue Situationen.

Als Krebspatient muss man sich immer wieder neu orientieren und nach Möglichkeiten suchen, mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen. Diese Bewältigung der Probleme  wird als Krankheitsbewältigung oder Coping bezeichnet  und ist als Prozess zusehen, der bei jedem anders abläuft.

Nach dem sogenannten „Phasen-Modell“ unterscheidet man 5 Phasen, wie Schock/Verleugnung, Aggression, Depression, Verhandeln und Akzeptanz, die man aber nicht alle durch- oder erleben muss.

Schock/VerleugnungEs gibt Patienten, die dem Arzt die Diagnose nicht glauben, eine Fehldiagnose annehmen und die entsprechende Therapie verweigern. Nicht nur in dieser Phase brauchen diese Menschen soziale Unterstützung mit Wärme, Verständnis, Aufmunterung, Hilfe zur Therapieentscheidung usw.

AggressionHier wird die Enttäuschung über die Erkrankung in Wut umgewandelt, die am Umfeld „ausgelassen“ wird. Besonders für Personen aus dem näheren Umfeld ist dieses Verhalten sehr belastend, sie sollten es nicht persönlich nehmen, da die Aggression der Erkrankung und nicht ihnen gilt. Ohne professionelle Hilfe, die schon bei der Diagnosestellung auch der Familie angeboten werden sollte, gestaltet sich das aber im realen Leben meistens sehr schwierig und führt vielfach zu groben Missverständnissen.

DepressionKörperliche und soziale Folgen der Tumorerkrankung und / oder der Therapie oder auch die Diagnose alleine, selbst wenn keine Residuen vorliegen und eine gute Prognose besteht,  können  über eine „normale“, vorübergehende große, aber zeitlich begrenzte seelische Reaktion hinaus zu Depression führen, die einer professionellen Hilfe bedürfen.

AkzeptanzNun hat der Patient gelernt, mit der Erkrankung zu leben, kann sich wieder neu orientieren. Leider erreicht nicht jeder diese Phase. Welche Phasen und in welcher Reihenfolge ein Patient die unterschiedlichen Phasen durchmacht, hängt unter anderem von der jeweiligen Persönlichkeit, seiner Lebensgeschichte und von seinem sozialen Umfeld ab. Der jeweilige Bewältigungsstil wird also multifaktoriell geprägt.

Grübeln und  Suche nach einem Sinn, einem Inhalt, einer „Botschaft“ der Erkrankung

Frage nach Schuld und Strafe

 

Je nach Religion oder Spiritualität können die Patienten zu diesen Fragen unterschiedliche Antworten erhalten und Betroffene  können in ihrem Glauben immer wieder große Unterstützung finden. Ohne  positive Lenkung kann bei solchen Fragen  der Weg aber unmittelbar in eine Hilflosigkeit und Depression führen.  Wenn der Patient nicht selbst dazu die Kraft hat, wäre es sinnvoll und hilfreich, ihm  konstruktive Fragen zu stellen, die dann z. B. zu einer Optimierung des bisherigen Lebensstils führen.

Krisensituationen, wie sie auch eine Krebserkrankung  darstellt, werden  von jedem Menschen anders bewältigt. So kann es aber auch für ein und denselben Menschen zu unterschiedlichen  Phasen der Tumorerkrankung mehr als eine Möglichkeit der Krankheitsbewältigung geben.
Dies legt nahe, dass  keine allgemeingültige Empfehlung, kein „Patentrezept“ für die Krankheitsbewältigung ausgesprochen werden kann. Jeder soll und muss seinen eigenen Weg finden und eine einmal eingeschlagene Richtung kann/soll/muss manchmal geändert werden.

„Wir können nichts an den Karten ändern, die wir bekommen, nur an dem Spiel, das wir mit diesem Blatt spielen.“

„Wir können die Realität nicht ändern.
Wir können nur bestimmen, wie wir mit ihr umgehen.“

  Randy Pausch

Die frühere  Vermutung, ein „kämpferischer Geist“,  ein sog. „fighting spirit“, könne sich günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken, konnte wissenschaftlich nicht untermauert werden, ebenso wenig gibt es einen Nachweis, dass Therapien  durch positives Denken positiv beeinflusst und Rezidive verhindert werden können.

Nichtsdestotrotz tragen positive Gedanken und eine aktive, mitbestimmende Haltung zur Verbesserung des Selbstwertgefühls und insgesamt der Lebensqualität bei.

In diesem Sinne und zusammenfassend ermutigen wir Sie nochmals

  • Nehmen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen ernst.
  • Entdecken Sie, was im Umgang mit den Belastungen, die Sie durch die Krankheit und deren Behandlung erleben, am besten zu Ihnen passt
  • Finden Sie heraus, was Sie im Leben hält!

 

aktive Haltung und positives Denken – „der Sonne zugewandt“

Selbsthilfe – der Austausch mit Betroffenen

Die Kontaktaufnahme  mit einer Selbsthilfegruppe sollte allen Menschen mit einer Krebsdiagnose  empfohlen werden.  In nahezu jeder Situation kann es hilfreich sein, sich mit Betroffenen auszutauschen.          Je nach Art der Erkrankung gibt es verschiedene Selbsthilfe-Organisationen, die alle sehr gut organisiert und informiert sind und  Gruppentreffen, Ausflüge und andere Begegnungsmöglichkeiten anbieten.

 

Tanzen ist…? alles andere als langweilig! 3. Teil

Autor: Armin Manglkramer (Integrative Tanztherapie)

Tanzen ist Konzentrations- und Gedächtnistraining

 Wie gesagt haben wir im Tanz unwahrscheinlich viele Möglichkeiten, Bewegungen miteinander zu kombinieren. Gibt es eine festgelegte Choreografie, dann muss diese natürlich erst erlernt werden. Dies erfordert eine Menge an Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Eine Studie aus den USA besagt sogar, dass durch das Tanzen das Demenzrisiko erheblich gesenkt werden kann.

Darüber hinaus werden mit jedem neu gelernten Tanz Verknüpfungen im Gehirn gebildet durch die so genannten Synapsen. Ein Lernprozess kommt in Gang. Damit verbinden wir Bekanntes mit Unbekanntem und erweitern so unser Bewegungsrepertoire, sprich: Wir werden flexibler in unseren Bewegungen.

Durch das rhythmische Bewegen zur Musik kommt es zu vielen Wiederholungen in unseren Bewegungsabläufen, die mit der Zeit automatisiert werden. Man nennt dies auch „motorisches Lernen“. Und über Bewegungen, die im Gehirn automatisch ablaufen, muss das Gehirn nicht nachdenken. Soll heißen: Bewegungen, die im Alltag Konzentration erfordern, sind Energie-, Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfresser. Also noch ein Grund mehr, unser Gehirn auf diese wunderbare, gute Laune bringende Art und Weise auf Vordermann zu bringen.

Zu guter Letzt noch eine Übung zur Stabilisierung des gesamten Körpers – ich nenne sie „Der Pinguin“:

  1. Stellen Sie sich hin und bilden Sie mit Ihren Füßen ein V, sodass sich die Fersen berühren und die Zehen nach außen zeigen.
  2. Begeben Sie sich auf die Zehenspitzen, achten Sie darauf, dass die Fersen sich immer noch berühren.
  3. Heben Sie abwechselnd erst den linken, dann den rechten Fuß hoch. Die Bewegung sollte aus dem Sprunggelenk heraus kommen. Bewegen Sie sich nun an Ort und Stelle wie ein Pinguin.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Bleiben Sie am Ball… es geht noch weiter….

Tanzen ist…? alles andere als langweilig! 2. Teil

Autor: Armin Manglkramer (Integrative Tanztherapie)

Tanzen ist Gleichgewichts-, Koordinationstraining und Sturzprävention

 Unser gesamter Alltag besteht aus koordinierten und häufig auch ausgleichenden Bewegungen, die uns oftmals gar nicht bewusst sind. Das Gehirn nimmt dauernd Korrekturen und Kompensationen vor, von denen wir überhaupt nichts mitbekommen, laufen also automatisiert ab.

Oder denken Sie darüber nach, dass Sie beim Gehen ein Bein vor das andere setzen müssen? Oder wie Sie den Verschluss Ihrer Trinkflasche aufdrehen? Sicherlich nicht.

Erst dann, wenn diese Leistungen nicht oder nicht mehr gut funktionieren, äußern sich Probleme in Form von Gleichgewichts- und manchmal auch Koordinationsstörungen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Sensibilitätsstörungen in den Füßen, Muskelabbau, Unfälle, längere Krankheit, Schwindel, aber auch veränderte Prozesse im Gehirn, z. B. ein Schlaganfall, Multiple Sklerose, Demenz etc. sind einige davon. Nicht selten kommt es dann auch immer wieder zu Stürzen. In den folgenden Zeilen möchte ich Ihnen erläutern, warum ausgerechnet das Tanzen eine der besten Möglichkeiten der Sturzprävention ist. Dies belegen zahlreiche Studien.

Der Tanz kommt unseren natürlichen Bewegungsmustern am nächsten, weil wir uns so bewegen können, wie es uns am besten möglich ist. Wir müssen unser Bewegungsrepertoire nicht anpassen oder verstellen, wie das in manchen Sportarten der Fall ist. Darüber hinaus gibt es unzählige Varianten an Schrittfolgen, die miteinander kombiniert werden können. Dadurch werden Koordinationsleistungen deutlich beansprucht. Besonders anspruchsvoll ist dabei die Koordination zwischen Armen und Beinen, das Überkreuzen der Körpermitte sowie unterschiedliche Tempi.

Tanztherapie

Tanz ist Bewegung und Bewegung ein Wechselspiel zwischen Belastung und Entlastung, wir nennen das Gewichtsverlagerung. Durch dieses Verlagern von Gewicht finden im Körper Balanceprozesse statt. So zum Beispiel bei einem Wiegeschritt im Tango, einer Drehung im Disco Fox oder beim Wippen auf den Zehenballen im Jive. Durch das Führen und Geführt-Werden im Gesellschaftstanz bekommt man mehr Sicherheit, weil jemand da ist, an dem man sich orientieren und ggf. auch mal festhalten kann. Diesen Vorteil können Sie auch bei Kreistänzen genießen.

Und weil Tanzen eine sehr bein- und deshalb auch bodenorientierte Tätigkeit ist, werden die Beinnerven ordentlich zum Arbeiten angeregt. Aus diesem Grund empfehle ich, soweit möglich, barfuß oder mit rutscharmen Socken zu tanzen, um die Nerven bei Sensibilitätsstörungen zu stimulieren. Man spürt doch mehr als in Schuhen mit Sohle und Einlagen.

 

Fortsetzung folgt….

 

 

Tanzen ist …? alles andere als langweilig!

Autor: Armin Manglkramer (Integrative Tanztherapie)

Tanzen macht Spaß, entspannt, ist eine Wohltat für die Seele, verleiht Kraft und Selbstbewusstsein und man tut auch noch ordentlich etwas für seine Gesundheit. Kurzum: Tanzen verhilft uns häufig auch zu mehr Lebensqualität.

Musikkognitionsforscher Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg zum Tanzen:

„Noch bevor die Menschen schreiben konnten, tanzten sie.“ Das wurde mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen. Diese Art der Bewegung „ist viel älter als es schriftliche Aufzeichnungen über menschliche Kulturen gibt. Es ist ein Nebenprodukt des aufrechten Gangs. Wahrscheinlich ist es in der Evolution so erfolgreich gewesen, weil es geholfen hat, die kognitiven Funktionen zu verbessern. Vielleicht hat sich die Menschheit nur durch den Tanz so weit entwickelt.“ („Spiegel Online“ vom 06.02.2013).

„Tanzen ist Leben.“ Dieses Zitat eines unbekannten Verfassers ist der Leitsatz einer jeden Tanztherapie.

 

Wenn Sie einmal in Ihren Kalender sehen, dann werden Sie feststellen, dass unser Jahreskreis voll mit Festtagen ist. Es ist ein menschliches Bedürfnis zu feiern. Und Feiern gehört zu unserem Leben dazu. Ohne Feste hätten wir keine Feiertage – und auch keine freien Tage. Früher wurde zu allen möglichen Festen getanzt, den Tanz in den Mai gibt es in ländlichen Gebieten immer noch. Oder Karneval, jede Kultur hat ihre eigenen Tänze zu verschiedenen Anlässen. Diese dienen insbesondere auch gesellschaftlichen Zwecken.

In unserem Klinik-Blog haben wir für Sie einige gesundheitliche Aspekte des Tanzens zusammengestellt und daraus entstand eine Reihe, die wir Ihnen hier nach und nach präsentieren wollen. Bleiben Sie am Ball!

Neugestaltung Innenhofbereich

Der neu gestaltete Innenhofbereich in der Klinik Prof. Schedel GmbH konnte nun fertig gestellt werden.

Während der Sommermonate wurden hier viele Stunden gewerkelt, um daraus einen neuen schönen Bereich an der Klinik zu schaffen. In Anlehnung an die bereits seit Jahren bestehenden Ensembles der Parkanlage  wurden alte Bestandteile wieder verwendet und so zu ein modernem, frischen Ambiente umgestaltet. Bei der neuen, raffinierten Bepflanzung wurde sogar  das Klinik-Logo symbolisch eingebracht.

 

Dieser Innenhof kann nun wieder Treffpunkt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik, für ihre Pausen werden. In ein paar Jahren werden die neu, gepflanzten Bäume auch wieder Schatten dafür spenden.

Tag der Ersten Hilfe

Erste Hilfe kann Leben retten. Anlässlich des jährlich im September stattfindenden Tags der Ersten Hilfe möchten wir an die Bedeutung fachgerechter Nothilfe bei Unfällen erinnern.

Schon einfache Maßnahmen können bei schwerwiegenden Verletzungen helfen und langfristige Folgen verhindern. Jeder Versuch zu helfen ist besser, als nichts zu tun.

Unter Erster Hilfe wird verstanden,  von jedem durchzuführende Maßnahmen, um Leben zu retten, drohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe  (Notarzt) abzuwenden oder mildern.

Vor allem gehört dazu das Absetzen eines Notrufs ist sehr wichtig:

Praxistipp: Nennen Sie nach der Annahme des Notrufs durch die zuständige oder
überregionale Rettungsleitstelle Ihren Namen und sagen Sie, dass Sie einen
Notfall melden möchten.

Als „roter Faden“ des Notrufs haben sich die 5 W-Fragen bewährt:

  • Wo befindet sich der Notfallort? (z. B. Straßenname, Etage, markante Punkte
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Erkrankungen oder Verletzungen liegen vor?
  • Warten auf Rückfragen! Nach dem Gespräch nicht direkt auflegen.

Der Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle beendet letztlich immer das Gespräch.

Ebenso ggf. die Absicherung der Unfallstelle und die Betreuung der Verletzten.

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