08. März ist Internationaler Frauentag… und das seit 1921

erstmals ein gesetzlicher Feiertag in einem Bundesland

Berlin ist das erste und bislang einzige Bundesland, das den Internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag erklärt hat. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat dies beschlossen.

Im August 1910 wurde der Frauentag von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin angestoßen, auf dem zweiten Kongress der sozialistischen Internationale in Kopenhagen. Zum ersten Mal forderten dann am 19. März 1911 mehr als eine Million Menschen in Deutschland, Österreich-Ungarn, Dänemark und der Schweiz, dass Frauen Ämter bekleiden und wählen dürfen, dafür gingen sie damals auf die Straßen. Fast nirgends durften zu diesem Zeitpunkt Frau zur Wahl gehen. 1918 wurde das Wahlrecht für die Frau dann eingeführt.
Auch wenn diese Zielsetzung inzwischen erreicht wurde, so ist die Gleichstellung der Geschlechter dennoch weder in Deutschland noch im Rest der Welt eine Realität.

Fast 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag ist bereits viel von der Geschichte in Vergessenheit geraten. Diese war in Deutschland besonders bewegt: Hier wurde der Tag während des Nationalsozialismus verboten und geriet in der jungen Bundesrepublik zeitweilig in Vergessenheit. Spätestens mit der Wiedervereinigung Deutschlands konnte der Internationale Frauentag aber ein Comeback feiern.

Gerade zu DDR-Zeiten wurde der Frauentag dort mehr gefeiert als in der Bundesrepublik. Im Osten gab es sogar ein Lied dafür:


„Meine Mutti, die ist tüchtig, alles macht sie klug und richtig, zu Haus’ und im Betrieb. Mutti, ich hab dich so lieb!“

Eine feministische Bewegung hat es in der DDR nie gegeben, erst mit den Bürgerbewegungen der Endzeit vor dem Mauerfall begannen sie sich zu entfalten.

Heute ist er Plattform einer vielfältigen Frauenbewegung und fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert. Bis hin zu 2019, wo Berlin in als gesetzlichen Feiertag ausruft.

Weltfrauentag als Statement für Gleichberechtigung