Die Müdigkeit nicht siegen lassen – Fatigue

Fatigue ist ein ursprünglich französisches Wort, das mit Müdigkeit oder Erschöpfung übersetzt wird, aber auch Anstrengung oder Strapaze bedeutet.

Im wissenschaftlichen Wortschatz wird damit eine besonders ausgeprägte oder lang anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung bezeichnet, die das normale Ausmaß überschreitet.

 

 

Müdigkeit

 

  • „Ich habe das Gefühl, ständig übermüdet zu sein, und den Wunsch, endlich einmal auszuschlafen.“
  • „Trotz des ausreichenden Schlafs bin ich am Tag ganz kraftlos.“
  • „Der Gang zum Supermarkt um die Ecke erscheint mir wie die Besteigung eines Zweitausenders.“
  • „Alle sagen, ich soll mich nicht so anstellen.“

Krebsbedingte Fatigue ist mehr als bloße Müdigkeit

Es ist das Zusammenkommen von:

  • körperlicher Leistungseinschränkung,
  • emotionaler Niedergeschlagenheit und
  • geistiger Erschöpfung
  • steht in keinem Zusammenhang zu vorausgegangenen Aktivitäten
  • kann durch Schlaf nicht behoben werden
  • subjektives Gefühl unterschiedlicher Ausprägung:
    es reicht von „leichter Erschöpfung“ bis zu  „schwerer Beeinträchtigung“

 

Was kann man gegen  krebsbedingte Erschöpfung tun?

Die Therapie ist nicht einfach, weil die Symptome multifaktoriell bedingt sind und oft nicht klar ersichtlich ist,

welche Ursache ausschlaggebend ist.

 

Die goldene Regel ist:

  • beeinflussbare Faktoren erkennen, therapieren oder lindern,
  • Geduld und Mitgefühl für sich selbst aufbringen und
  • bei der Familie, Freunden, Kollegen für Verständnis werben, über Fatigue aufklären

 

Kräfte einteilen – mit Zeit und Energie richtig haushalten

  • Führen Sie ein Energietagebuch  und gestalten Sie Ihren Tagesablauf bewusst è Energiesparend leben
  • Mit den eigenen Kräften haushalten:
    • Belastungsanforderungen über den Tag gut verteilen
    • Aufgaben in einzelne Schritte unterteilen
    • Wenn nötig kurze Pause einlegen
    • Bündeln Sie, was Sie auf einem Weg oder in einem Zeitblock zusammen oder hintereinander erledigen können
  • Erstellen Sie eine Prioritätenliste für Aufgaben und reservieren Sie die vorhandene Energie für die wichtigen Dinge
  • Delegieren Sie nicht so Wichtiges oder verzichten Sie ganz darauf –
    Unterscheidung zwischen „Pflicht“ und „Kür“
  • Sagen Sie öfters „Nein“ – immer wieder „abgrenzen“

 

 

Wenn möglich:

  • Vorhandene Energie sorgfältig einteilen
  • Energieverbrauch langsam steigern è Energiekonto auffüllen
  • gleichmäßige Verteilung der Aktivitäten über den Tag hinweg
  • nicht zu viel vornehmen
  • sich realistische Ziele setzen
  • regelmäßige Pausen gleich mit einplanen
  • kräfteschonendes Planen der Aktivitäten
  • Planen der Tätigkeiten nach der individuellen Leistungskurve

 

Wie gewinnen Sie neue Kräfte?

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